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Berufsbild Colorist

Vorbemerkung:


ColoristIn ist eine eigenständige Qualifikation. Die/der ColoristIn erschafft gemeinsam mit der/dem DOP dramaturgisch passende Lookkonzepte und setzt diese mit den geeigneten Werkzeugen im Color Grading um. Sie/Er ist diesbezüglich zentraler Ansprechpartner für DOP, Regie, VFX und Produktion und sorgt für effiziente Kommunikation und eine gemeinsame Farbsprache.
ColoristInnen sind Spezialisten für farbliche Gestaltung und Abstimmung von Bewegtbildern in der Postproduktion. Sie besitzen aktuelles Wissen im Bereich der kreativen und technischen Bildbearbeitung und haben einen guten Überblick über Farbtrends und -stilrichtungen. Sie verfügen über Einfühlungsvermögen in die erzählten Geschichten und Sinn für Dramaturgie. Sie besitzen Kenntnisse über den gesamten Filmproduktionsablauf und die Arbeitsprozesse der involvierten Departments, z.B. VFX, Szenenbild, Kostüm, Maske.
Der Begriff "Color Grading" beschreibt den Prozess der farblichen Nachbearbeitung von Bildmaterial. So können Farbe, Helligkeit und Kontrast für das gesamte Bild oder für Teilbereiche präzise verändert werden um ein durchgängiges, kreatives Farbkonzept für einen Film zu erschaffen - wesentliche Elemente für den sog. "Look". Auch unterschiedliche Kamera- und Bildformate lassen sich angleichen und Aufnahmeprobleme beheben, z.B. Lichtwechsel oder eine nachträgliche Korrektur des Weißabgleichs. Andere gängige, teilweise aber unpräzise Bezeichnungen für Color Grading sind u.a.: Farbkorrektur, Color Matching, Color Correction, Digital Intermediate (DI) und Lichtbestimmung. Der Begriff Lichtbestimmung bezeichnet ausschließlich den Vorgang der farblichen Anpassung mittels Einstellung der Kopierlichter im analogen Kopiervorgang. Diese Tätigkeit ist prinzipiell unabhängig vom Color Grading und wird bzw. wurde von den LichtbestimmerInnen (engl. Color Timer) durchgeführt.


Aufgaben des Coloristen/der Coloristin


ColoristInnen begleiten Produktionen oft über die gesamte Produktionsdauer. Unter anderem bewerten und bearbeiten sie in Zusammenarbeit mit der/dem DOP das Bildmaterial, um eine höchstmögliche technische, kreative und konzeptgetreue Qualität für das filmische Endprodukt zu gewährleisten. Dies erfordert grundlegende theoretische und praktische Kenntnisse in den Bereichen:


Tätigkeitsbereich des Coloristen/der Coloristin


Aufgegliedert nach Produktionsphasen Vorbereitung, Drehzeit und Nachbearbeitung umfasst er:

Vorbereitung:
Drehzeit:
Nachbearbeitung:
Der konkrete Umfang der Tätigkeiten kann unterschiedlich ausfallen in Abhängigkeit von der jeweiligen Produktionsart: Werbung, Dokumentarfilm, Serie oder Spielfilm. ColoristInnen arbeiten in dauerhafter bzw. projektbezogener Beschäftigung oder als Freiberufler.

Stand: 02.11.2017
Autoren: Rainer Bültert BVK, Fabiana Cardalda BVK, Felix Hüsken BVK, Dirk Meier BVK