Berufsverband Service Kontakt Login English
Berufsverband Kinematografie Menü zu Menü auf

Bundessozialgericht entscheidet zu "Kameraleuten"

BVK, 24.08.2017

Ein für unseren Berufsstand relevantes höchstrichterliches Urteil des Bundessozialgerichtes (BSG) soll Euch nicht vorenthalten werden, da es als Argumentationshilfe auch bei Vertragsverhandlungen hilfreich sein kann. Bei Rückfragen hierzu bitte die Geschäftsstelle des BVK kontaktieren.



Urteil des Bundessozialgerichtes vom 29.11.2016, Az.: B 3 KS 2/15 R – Kameraleute



Das Bundessozialgericht (nachfolgend: BSG) hatte über die Künstlereigenschaft von Kameraleuten zu entscheiden.



Die Klägerin war ein Unternehmen, das sowohl Film- und Videoproduktionen herstellt als auch mit tagesaktueller Berichterstattung für öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten befasst ist. In beiden unternehmerischen Bereichen setzt die Klägerin selbständige Kameraleute ein.



Die an Kameraleute gezahlten Entgelte hatte die DRV im Rahmen einer Betriebsprüfung in die Bemessungsgrundlage für die Künstlersozialabgabe einbezogen. Dagegen hatte die Firma geklagt.



Das BSG hat festgestellt, dass die bei der Herstellung von Film- und Videoproduktionen eingesetzten Kameraleute als Künstler im Sinne des KSVG anzusehen sind. Diese Feststellung fußt auf der Einschätzung, dass Kameraleute in Zusammenarbeit mit der Regie eigenschöpferisch und damit künstlerisch an der Erstellung des Werkes mitwirken.



Das BSG hat zudem festgestellt, dass Kameraleute im Bereich der elektronischen Bildberichterstattung publizistisch im Sinne des KSVG tätig sind. Das BSG zieht insoweit den in sich stimmigen Vergleich zur Tätigkeit des Bildjournalisten oder Pressefotografen, der ebenfalls als Publizist anerkannt ist. Das Urteil bestätigt die ständige Praxis der KSK, Kameraleute im Bereich Film und elektronische Bildberichterstattung als Künstler bzw. Publizisten einzustufen.



Hier das Urteil im Wortlaut.

+++ Vielfältige Informationen bzgl. der Corona-Krise im Bereich der Filmproduktion +++

BVK , 17.02.2021

(wird laufend aktualisiert)

Wir haben für Euch unter SERVICE einen speziellen Bereich zum Umgang mit der Corona-Krise im Bereich der Filmproduktion eingerichtet. Dort findet Ihr vielfältige Informationen, die weiterhin laufend aktualisiert werden.
Bitte informiert Euch zunächst hier, bevor Ihr individuelle Anfragen an die Geschäftsstelle richtet.

Direkter Link ►


Jahrbuch Kamera 2021 erschienen

Hans Albrecht Lusznat , 25.02.2021



Mit der Märzausgabe von Film&TV Kamera ist das Jahrbuch Kamera 2021 erschienen. Auf 577 Seiten gibt es wieder eine Übersicht über die aktuellen Kameramodelle, über Rekorder, Tongeräte und Timecodegeneratoren bis hin zu Green Filmproduction.

DAfF Webinar: Themis stellt sich vor

BVK , 25.02.2021



EINLADUNG zur ONLINE-VERANSTALTUNG

Es stellt sich vor:



live am Donnerstag, 04.03.2021 um 18:00 Uhr
Die Registrierung erfolgt hier.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Die Platzzahl ist begrenzt. Bei Überfüllung wird live auf dem YouTube-Kanal der DAfF gestreamt.


... weiterlesen ...

Vantage eröffnet Niederlassung in Leipzig

BVK , 25.02.2021

Gerne verbreiten wir die Pressemitteilung unseres Fördermitglieds Vantage



Vantage eröffnet Niederlassung in Leipzig


Das Weidener Unternehmen Vantage Film GmbH eröffnet mit Beginn des Jahres einen neuen Verleih-Standort in Leipzig. Die Leitung der Filiale übernimmt Philipp Grimm, der bereits langjährige Erfahrung und Expertise als Projektleiter im Kameraverleih mitbringt.

Der neue Standort im Leipziger Westen befindet sich unter einem Dach mit dem renommierten Filmgeräteverleih Maier Bros. GmbH. „Ein gemeinsamer Standort mit Maier Bros. bietet uns optimale Startbedingungen und Synergien. Kunden erhalten somit Kamera-, Licht- und Bühnentechnik quasi aus einer Hand.“, so Philipp Grimm, Branch Manager Vantage Leipzig.

Andreas Teichner, COO der Vantage Film GmbH betont dabei die Wichtigkeit der Vernetzung des Standorts mit der Region: „Für uns war es entscheidend, für den neuen Standort jemanden zu finden, der in der Region fest verankert ist. Mit Philipp Grimm haben wir nun einen erfahrenen Kollegen an Bord, der sowohl regional als auch überregional bestens vernetzt ist.“

... weiterlesen ...

Masterclass: Dokumentarisches Arbeiten unter Corona-Bedingungen

BVK , 18.02.2021


Dokumentarisches Arbeiten unter Corona-Bedingungen
Case Study ZDF/Arte-Dokureihe „Aus der Traum? Die Amerikaner im Wahljahr“




live am Donnerstag, 25.02.2021 um 18:00 Uhr
Die Registrierung erfolgt hier.
Die Teilnahme ist kostenfrei.

Teilnehmer*innen:

... weiterlesen ...

CameraGuide 2021 erschienen

BVK , 09.02.2021



Der CameraGuide 2021 ist erschienen! Das leuchtende Orange bringt Licht und Farbe in die grauen Zeiten... ;-) Schwer in der Hand, proppevoll mit den Mitgliederinformationen, neuen Infos und Firmenportraits...

Der Versand beginnt sogleich, d.h. Mitglieder und Abonnenten werden das dicke Buch nun bald in Händen halten.


UrheberINNEN begrüßen Regierungsentwurf zur Novellierung des Urheberrechts

BVK , 04.02.2021

Das Bundeskabinett hat heute Vormittag den Regierungsentwurf für eine Novellierung des Urheberrechts verabschiedet. Damit beginnt nun die Parlamentarische Beratung durch den Bundestag und den Bundesrat. Auch diese Phase erfordert wieder eine intensive Lobbyarbeit durch die Urheberverbände, die verschiedenen Dachorganisationen und die Initiative Urhberrecht. Noch kann sich alles zur Makulatur entwickeln.... Die Verwerterseite schläft nicht!!

Der BVK - Berufsverband Kinematografie, der sich seit Jahrzehnten für die urheberrechtlichen Belange seiner Mitglieder einsetzt, begrüßt diesen Schritt der Bundesregierung. Gleichzeitig mahnt der Berufsverband, nun nicht wieder - wie leider schon viel zu oft - die guten Ansätze des Entwurfs durch Einknicken vor den Interessen der Verwerter und Plattformen zu Verwässern und ad absurdum zu führen. Es ist höchste Zeit, die Urheberinnen und Urheber fair und angemessen an den Erträgen aus der Verwertung ihrer schöpferischen Leistungen zu beteiligen! Zwei Jahrzehnte nach der Urheberrechtsnovelle von 2002 klaffen die gesetzlich geforderten Urhebervergütungen aus der Werkverwertung und die Vergütungsrealität noch immer skandalös auseinander! Es wird höchste Zeit, endlich auch einmal die Urheberseite angemessen zu vergüten!

Pressemitteilung der Initiative Urheberrecht.


Außerordentliche Mitgliedschaft im BVK für Dr. Martin Vogel

BVK , 04.02.2021


Dr. Martin Vogel im Gespräch mit Falko Ahsendorf BVK und Dr. Michael Neubauer GF BVK
Foto: © Jan Betke


In seiner virtuellen Sitzung am 23. Januar 2021 hat der Vorstand des BVK den Juristen Dr. Martin Vogel zum "Außerordentlichen Mitglied im BVK" ernannt.

Herr Dr. Vogel hatte bereits am sog. "Professoren-Entwurf" mitgearbeitet, welcher der Urheberrechtsnovelle unter der früheren Bunsesjustizministerin Däubler-Gmelin zugrundelag. Durch diese Novelle wurde der Grundstein gelegt, auf dem u.a. unser Kollege Jost Vacano BVK seine Prozesse um die angemessenen und redlichen Beteiligungen an den Erlösen aus der Nutzung der Kinematografie am Film "Das Boot" geltend machen kann. Auch die zahlreichen GVR, die der BVK seither abschließen konnte, wären ohne diese Novelle des Urheberrechts im Jahr 2002 nicht möglich. Der BVK-Vorstand begründet die Verleihung der außerordenlichen Mitgliedschaft im BVK an Herrn Dr. Vogel wie folgt:

"In Anbetracht seiner Verdienste um die Entwicklung und Optimierung des deutschen Urheberrechts - sowie seiner klaren Haltung in Fragen angemessener und fairer Vergütungen von geistigen Werkschöpfungen - wird der Jurist Dr. Martin Vogel als außerordenliches Mitglied in den BVK aufgenommen. Wir freuen uns, mit Herrn Dr. Vogel einen urheberfreundlichen und sehr engagierten Verfechter angemessener Partizipation von Urheberinnen und Urhebern an den mit ihren Leistungen erzielten Umsätzen in den Reihen unseres Berufsverbands zu wissen."

INITIATIVE URHEBERRECHT - NEUE WEBSEITE

BVK , 30.01.2021

Wir veröffentlichen hier einen offenen Brief der Initiative Urheberrecht zum Relaunch ihrer Webseite:




Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

als wir vor einem Jahr den Relaunch unseres Webauftritts planten, hätten wir nicht für möglich gehalten, dass wir dies alles von zu Hause aus organisieren würden. Mit dem klugen und engagierten Team der Agentur CRCK ist es uns trotz widriger Umstände gelungen, eine neue Plattform zu schaffen zur Verdeutlichung der Position und Forderungen der Urheber:innen und ausübenden Künstler:innen – deren Werke und Arbeit gerade in Zeiten des Lockdowns eine noch größere Wertschätzung erfahren haben.

Die Website der Initiative Urheberrecht bietet neue Services für das Verständnis des Urheberrechts


... weiterlesen ...

Gedenken an Klaus König BVK

BVK , 25.01.2021


Klaus König BVK, 1935 - 2020
Klaus Peter König BVK, 21. Januar 1935 in Berlin - 4. Dezember 2020 in München

Bereits Anfang Dezember ist unser sehr geschätzter Kollege Klaus König BVK verstorben, wie wir vor dem Jahreswechsel erfahren mußten. Der Berufsverband Kinematografie nimmt nun mit einer Würdigung Abschied.

Klaus König hat als Filmkameramann zahlreiche Kinofilme - und jede Menge Fernsehfilme und Serienepisoden - gedreht und mit vielen namhaften Regisseuren zusammengearbeitet. Er war ein in der Branche hoch geachteter Kollege und konnte auf eine umfassende Erfahrung zurückblicken. Bereits bei der Umgründung des früheren CDK (Club Deutscher Kameraleute) zum BVK im Jahr 1980 war Klaus König aktiv beteiligt - und hat sich in den ersten Jahren auch immer wieder in Diskussionen und Aktivitäten eingebracht.

Im Downloadbereich der Webseite findet man einen Nachruf auf Klaus König

ARD, AGDOK, BVR: Gemeinsame Vergütungsregel

BVK , 21.01.2021


Die ARD, die AGDOK und und der BVR haben eine gemeinsame Vergütungsregel für den Dokumentarfilm vereinbart und gaben hierzu folgende Pressemitteilung heraus:

ARD-Sender, Produzenten und Dokumentarfilmer vereinbaren gemeinsame Vergütungsregeln

20.01.2021

Selbständige Regisseur*innen und Autor*innen von Dokumentationen und Dokumentarfilmen können künftig mit höheren Honoraren rechnen. Seit Jahresbeginn gilt ein neues Vergütungsmodell. Die Sender der ARD und die Produzentenallianz haben sich mit der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG DOK) und dem Bundesverband Regie (BVR) auf gemeinsame Vergütungsregelungen verständigt.

Mindesthonorare und Nachvergütungsansprüche für Auftragsproduktionen sind jetzt festgelegt. Die Honorare für Regisseur*innen und Autor*innen werden insgesamt deutlich angehoben. Zur Stärkung von Produktionen mit besonderem Anspruch, etwa investigativen Projekten, sind zudem Zuschläge von bis zu 50 Prozent der Buch- und Regie-Honorare vorgesehen.

... weiterlesen ...

Bild-Kunst Kameragespräche / Marburger Kamerapreis

BVK , 07.01.2021

Kamerapreis im Sommer 2021

Der 20. Marburger Kamerapreis und die 22. Bild-Kunst Kameragespräche werden voraussichtlich im Sommer 2021 stattfinden.
Wir prüfen derzeit mögliche Termine und arbeiten unterschiedliche Szenarien aus, damit wir flexibel auf die Situation im Sommer reagieren und eine schöne und sichere Veranstaltung durchführen können.

Auch die Jubiläums-Filmreihe im Capitol Filmkunsttheater wird an der Stelle fortgesetzt werden, an der sie pandemiebedingt ausgesetzt werden musste. Konkrete Informationen werden so rasch wie möglich bekanntgegeben.

(Quelle: Marburger Kamerapreis)

Erinnerung an Franz Rath

BVK , 05.01.2021


Franz Rath BVK (1932 - 2020)
Eine traurige Nachricht: Franz Rath BVK, Urgestein des BVK, ehemaliges Vorstandsmitglied und Ehrenmitglied ist am 26. Dezember 2020 verstorben.

Franz Rath war einer der bedeutendsten Filmkameramänner unseres Landes, der zahlreiche künstlerisch und zeitgeschichtlich
wertvolle Filme mitgestaltet hat. Er hat die bundesdeutsche Filmgeschichte und auch den Berufsverband Kinematografie
über Jahrzehnte mitgeprägt. Stets loyal gegenüber seinen künstlerischen Partnerinnen und Partnern hat er es vermocht, in
persönlicher Bescheidenheit und Integrität als Chefkameramann seine Crew und alle Mitwirkenden am Set nicht nur zu
motivieren, sondern sich auch vorbildlich für deren Wohlergehen und faire Behandlung stark zu machen. Professionelle und
menschliche Solidarität prägten den Arbeitsstil von Franz Rath. Dabei war er politisch hellwach und hat es sich mehrfach
erlaubt, Filme abzulehnen, die nicht seinem humanistischen und sozialen Empfinden entsprachen. Sein Werkschaffen legt
davon Zeugnis ab. Der unkritische seichte Mainstream war nicht nach seinem Geschmack.

... weiterlesen ...

71. Berlinale - Neues Festivalformat

BVK , 22.12.2020

Die 71. Internationalen Filmfestspiele Berlin haben aufgrund der aktuellen COVID-19-Situation ein neues Festivalformat für 2021 entwickelt und freuen sich, das Festival so für Filmindustrie und Publikum durchführen zu können

Somit wird die Berlinale 2021 ein Festival in zwei Stufen: Industry-Online-Angebot im März & Publikums-Event im Juni.

Weitere Informationen findet Ihr in der Pressemitteilung der Festivalorganisatoren vom 18.12.2020.

Jürgen Jürges wird 80

BVK , 12.12.2020


Jürgen Jürges
© Jörg Gruber

Wir gratulieren: Jürgen Jürges BVK wird 80!

Jürgen Jürges ist ohne Zweifel einer der ganz großen Kinematografen Deutschlands.

Geboren am 12. Dezember 1940 in Hannover, absolvierte Jürgen Jürges eine Ausbildung an einer Fotofachschule in Berlin und war anschließend bis 1963 als Kameravolontär bei der "art film GmbH" des Regisseurs Hans-Jürgen Pohland tätig. Ab Mitte der 1960er Jahre war er als Kameraassistent unter anderem an den Volker-Schlöndorff-Filmen "Der junge Törless" (DoP Franz Rath BVK, 1965/66) und "Mord und Totschlag" (DoP Franz Rath, 1966/67) beteiligt.

Ab 1970 arbeitete Jürgen Jürges als Kinematograf. In dieser Funktion arbeitete er in den siebziger Jahren mit einigen der wichtigsten Vertreter des Neuen Deutschen Films zusammen, wie Reinhard Hauff, Wim Wenders, Helma Sanders-Brahms und zeichnete unter anderem für die Bildgestaltung von Klassikern wie Fassbinders"Angst essen Seele auf" (1973, "Fontane Effi Briest" (1974) und "Satansbraten" (1975/76) sowie Norbert Kückelmanns "Die Angst ist ein zweiter Schatten" (1977) verantwortlich. Für seine Arbeit an Kückelmanns Jugenddrama "Die letzten Jahre der Kindheit" (1979) wurde Jürges 1980 mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.

Seine Karriere setzte sich fort mit unzähligen Filmen, die heute zu den Highlights der Filmkunst gerechnet werden, wie das wunderbar poetische Film von Wim Wenders "In weiter Ferne so nah" (1994), Filme von Michael Haneke ("Funny Games", "Wolfzeit") u.v.a.


... weiterlesen ...

Die Kameraaugen des Fritz Lang

Hans Albrecht Lusznat , 29.11.2020

Der Einfluss der Kameramänner auf den Film der Weimarer Republik ein Buch von unserem Kollegen Axel Block



Bücher über Kinematographen gibt es wenige im reichhaltigen Angebot der Verlage. Nimmt man Biografien über einzelne Personen und Monografien über einzelne Filmwerke aus, dann bleibt nicht viel übrig. Jetzt hat BVK Mitglied Kameramann Axel Block ein 480 Seiten starkes Buch über „Die Kameraaugen des Fritz Lang“ vorgelegt mit der Frage, was ist „der Einfluss der Kameramänner auf den Film der Weimarer Republik“. Es geht auch um das Urheberrecht, das in den Anfangsjahren des Films der Regisseur unangefochten für sich beanspruchte, und der in der Person hinter der Kamera bestenfalls einen technisch begabten Operateur sah. Fritz Lang, der sich als Künstler positionierte, hat immer die Wichtigkeit der Teamarbeit betont und mit sehr verschiedenen Kinematographen gearbeitet. Auf die Zusammenarbeit Langs mit fünf Kameramännern fokussiert sich das Buch, auf eine Zeitspanne von 1922 bis 1934:
Carl Hoffmann Dr. Mabuse, der Spieler 1922
Karl Freund Metropolis 1926
Günter Rittau Metropolis 1926 (Trickszenen)
Fritz Arno Wagner M – Eine Stadt sucht einen Mörder 1931
Rudolph Maté Liliom 1934


... weiterlesen ...

"Unlimited Hope" Fritz Bauer & Raphael Lemkin Menschenrechts-Filmpreis

BVK , 26.08.2020

Die BUXUS STIFTUNG (Bochum) und das Berg Institute (Madrid) geben aus Anlass des Starts ihrer gemeinsamen Buchreihe „Literatur und Menschenrechte“ bekannt, dass im Dezember 2021 erstmals der Fritz Bauer & Raphael Lemkin Menschenrechts-Filmpreis „Unlimited Hope/ Unbegrenzte Hoffnung“ vergeben wird.

Der mit Blick auf die außergewöhnlichen Biografien der Juristen Fritz Bauer und Raphael Lemkin ausgelobte Preis bringt das Anliegen der beiden Einrichtungen zum Ausdruck. Im Geiste Lemkins, der den Begriff Genozid prägte und die UN-Konvention gegen Völkermord ins Leben rief, und Bauers, der Auschwitz und die NS-Justiz vor Gericht brachte, geht es um die aktuelle Bestärkung des Engagements für Menschenrechte. Bauers und Lemkins Handeln zeugen von außergewöhnlichem Mut. Der Filmpreis würdigt ihren aufopferungsvollen Widerstand, indem er Filme auszeichnet, die sich in herausragender Weise für Menschenrechte, Demokratie und Dialog einsetzen.

Die Filme erzählen Geschichten vom Überleben und Widerstand. Geschichten von Menschen, die Genozid, Krieg und soziale Ungerechtigkeit überlebt haben. Sie erforschen das Schicksal der Überlebenden und ihrer Angehörigen nicht nur dokumentarisch, sondern erzählen es künstlerisch und emotional weiter.

Die Jury des Human Rights Film Award 2021 besteht aus der Journalistin und Autorin Karina Sainz-Borgo aus Venezuela, dem spanische Regisseur Gabe Ibáñez, dessen Science-Fiction-Film Autómata mit Antonio Banderas in der Hauptrolle 2014 in der offiziellen Sektion des Filmfestivals von San Sebastian uraufgeführt wurde. Dazu kommen die Filmemacher Pamela Yates und Paco de Onis aus New York, deren Produktion Witness to War mit einem Oscar ausgezeichnet wurde und die mit weiteren Dokumentarfilmen wie 500 YEARS, Granito: How to Nail a Dictator und State of Fear für große internationale Beachtung sorgten. Aus Deutschland sind die Dokumentarfilmerin Gabriele Wengler, die für ihre historischen TV-Dokumentationen wie den Arte-Dreiteiler über Karl den Großen bekannt ist und der Filmemacher, Fotograf und Hochschullehrer Franz Birkner BVK (Hochschule für angewandte Wissenschaften München) vertreten.

- Zum Wettbewerb können Kino-, Fernseh- und Filmproduktionen von professionell arbeitenden Regisseur*innen, Autor*innen und von nicht-kommerziell tätigen Filmemacher*innen eingereicht werden.
- Die Fachjury von „Unlimited Hope“ vergibt den Preis alle zwei Jahre.

... weiterlesen ...

Korrekte Erfassung der Arbeitszeit wird obligatorisch!

BVK , 15.05.2019

Der Europäische Gerichtshof hat am 14. Mai 2019 entschieden, dass in allen Mitgliedsstaaten der EU die korrekte Erfassung der tatsächlichen Arbeitszeiten durch entsprechende Anpassung des nationalen Rechts gewährleistet werden muss. Auch für die deutsche Praxis werden sich Änderungen ergeben.

Wir kennen aus unserer Branche (freie Filmwirtschaft) verschiedene Beispiele der Umgehung einheitlicher und umfassender Dokumentation von Arbeitszeit - etwa was Fahr-/Shuttlezeiten, Vorbereitungszeiten, Arbeitszeit nach Drehende (wie weitere Motivbesichtigung oder Regiebesprechung, etc.) oder Abwicklungszeiten angeht. Derartige Arbeitszeiten werden weder systematisch und genau erfasst, noch zeitgenau vergütet. Zweifellos muss für derartige Zeiten ein praktikables und nachvollziehbares Mess-System entwickelt werden - inakzeptabel ist eine willkürliche Vergütung oder Nicht-Vergütung nach Gutsfrauenart.

Wir alle wissen: bei Film & TV gibt es regelmäßig mehrere abweichende Zeitnachweise. Was Filmschaffende in die Stundenzettel eintragen, wird häufig produktions-seitig und anders erfasst bzw. abgerechnet. Auch die Verschiebung arbeitszeitrechtlich unhaltbarer tatsächlicher Zeiten, um sie "passend" zu machen, kommt vor.
Darüberhinaus wird im Falle von Unfällen im Einzelfall nochmals "nachkorrigiert", um bösen Folgen von überlangen Arbeitszeiten aus dem Weg zu gehen. Kurzum: die Zeiten werden manipuliert, wie man es gerade braucht. Diese Praxis sollte nach dem Urteil des EuGH und dessen Umsetzung in nationales Recht deutlich schwieriger werden.

Der BVK begrüßt die Verpflichtung zu objektiver Zeiterfassung und konsequenter Vergütung gearbeiteter Zeiten, egal ob am Set, in der Vorbereitung, in der Abwicklung oder Postproduktion. Es kann nicht angehen, dass Filmschaffende für Drehzeiten möglichst flach und pauschal vergütet werden sollen, man aber weitere projektwichtige, individuelle Zusatzarbeiten als Dreingabe gratis erwartet.

Nachfolgend zwei Links zum EuGH-Urteil:

... weiterlesen ...

BVK-Empfehlung wg. Datenerhebung und -speicherung: Vertragsergänzung Kinematografie & Standfotografie

BVK , 28.03.2019

Aufgrund der schärferen rechtlichen Bewertung von Datenerhebung/Datenspeicherung auch im audiovisuellen Bereich, empfiehlt der BVK allen DoP, Kameramännern und -frauen, Operator/Steadicam-OP, aber auch Standfotograf*inn*en sich über eine Vertragsklausel rechtlich abzusichern. Hier ist eine Empfehlung.

A1 - Bescheinigung nach dem Entsendegesetz

BVK , 11.03.2019

Seit einiger Zeit wird im EU-Ausland verstärkt kontrolliert, ob Menschen, die im Ausland arbeiten, die sogenannte A1 Bescheinigung vorweisen können. Diese Bescheinigung weist nach, dass die betreffende Person in ihrem Heimatland sozialversichert ist. Sollte die Person die Bescheinigung nicht nachweisen können, drohen saftige Strafen oder gar sofortige Ausweisung. Die Pflicht für diese Bescheinigung gibt es bereits seit 2010, es wurde aber bisher garnicht oder kaum kontrolliert.



"Entsendung: Doppelte Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen vermeiden



Das Entsendeformular A1 bescheinigt, welches Sozialsystem für einen Versicherten zuständig ist. So wird vermieden, dass bei einer Entsendung Sozialversicherungsbeiträge gleichzeitig in zwei EU-Staaten fällig werden. Das Dokument ist wichtig für Entsendete und Selbständige, die nur eine kurze Zeit im EU-Ausland arbeiten. Selbst bei kurzen Dienstreisen ins Ausland ist die Entsendebescheinigung A1 erforderlich..."
(Merkblatt Krankenkassen Deutschland)



Seit 01.01.2019 ist die elektronische Beantragung verpflichtend und muss vom Arbeitgeber bzw. vom Selbständigen (i.S. der sog. "Selbstentsendung") rechtzeitig beantragt werden.



Seit dem 1. Juli 2019 ist eine wichtige Übergangsfrist entfallen: Arbeitgeber können A1-Bescheinigungen jetzt ausschließlich elektronisch beantragen. Das Ausweichen auf Papieranträge ist nicht mehr möglich.



... weiterlesen ...

Pressemitteilung des BVK zum "Boot-Urteil" des OLG Stuttgart

BVK , 27.09.2018

Nach dem OLG München hat nunmehr auch das OLG Stuttgart ein Urteil zur angemessenen Beteiligung des Bildgestalters Jost Vacano an den Erträgen und sonstigen Vorteilen aus der Nutzung seines Werkbeitrags zum Welterfolg "Das Boot" gesprochen. Der Film ist der bekannteste deutscher Film nach dem II. Weltkrieg und hat international Unsummen eingespielt. Weil die öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland seit 2002 unter Verstoß gegen geltendes Urheberrecht bildgestaltende Kameraleute nicht angemessen beteiligen, kommt den Urteilen der Oberlandesgerichte eine wegweisende Bedeutung zu. Der BVK begrüßt diese Entwicklung und gratuliert seinem Gründungsmitglied Jost Vacano zu diesem wichtigen Etappensiegen auf dem Weg zu einer angemessenen Beteiligung.



Und hier ist die Pressemitteilung in Wortlaut.

Mediengruppe RTL schließt mit BVK Gemeinsame Vergütungsregeln ab

BVK , 16.01.2018

Der Berufsverband Kinematografie und die Mediengruppe RTL Deutschland haben Gemeinsame Vergütungsregeln für den Bereich "Primetime Fiction" mit Rückwirkung bis 2002 für bildgestaltende Kameraleute / DoP abgeschlossen.

Hierzu hat der Verband eine Pressemitteilung herausgegeben.



Der Volltext der GVR findet sich hier.



Damit hat der BVK nach der GVR Kino und der GVR BVK / ProSiebenSat.1 nunmehr eine dritte Gemeinsame Vergütungsregel für Kinematografen / DoP realisiert.



B V K - Berufsverband vereinbart Konditionen

Pensionskasse Rundfunk - FAQ für Rechnungssteller

BVK , 24.07.2017

Rechnungssteller, die für Produktionen und Sender tätig sind, welche Mitglied der Pensionskasse Rundfunk sind, haben das Recht auf ihrer Rechnung an den Auftraggeber den Pensionskassenbeitrag geltend zu machen. Hierbei wird der Anstaltsanteil (7% bei Nichtmitgliedern der KSK, 4% bei KSK-Mitgliedern) sowie der Eigenanteil (7% bei Nichtmitgliedern der KSK, 4% oder 7% (optional)bei KSK-Mitgliedern)



Wir haben unter FAQ Pensionskasse Rundfunk / Rechnungssteller im Downloadbereich ein PDF bereitgestellt, in dem an Hand von Rechenbeispielen die Sache erläutert wird.



Bei Fragen bitte sich direkt an die Pensionskasse Rundfunk (PKR) wenden. Nicht an den BVK!

Mitgliedsbescheinigung selbst erstellen

BVK , 11.07.2017

Unser Webmaster Uli Schmidt hat jetzt eine Möglichkeit eingerichtet, dass sich Mitglieder eine Mitgliedsbescheinigung selber herunterladen können. Diese Bescheinigung ist allerdings keine Beitragsbescheinigung für das Finanzamt und kein Nachweis zum Beantragen eines Presseausweises. Die Beitragsbestätigungen für das Finanzamt werden - wie gehabt - jeweils bis Ende Februar eines jeden Jahres per Post an die Mitglieder verschickt. Die Bescheinigung für den Presseausweis wird auf Anfrage und nach Prüfung vom Büro ausgestellt und zugeschickt. Die Mitgliedsbescheinigung, die selbst erstellt werden kann, dient also zum Nachweis der Mitgliedschaft im Fachverband, durch die es bei zahlreichen Unternehmen/Veranstaltern/Anbietern Vergünstigungen gibt, z.B. Anbieter von Weiterbildung, Symposien, Fotofachgeschäfte etc.



Um die Bescheinigung runterzuladen geht man folgendermaßen vor:



Als Mitglied einloggen ---> "MY BVK" anklicken ---> in der rechten Spalte bei "Einstellungen" auf "Mitgliedsbescheinigung" klicken.

Abtretung an den BVK aus Bild-Kunst Ausschüttungen

BVK , 30.01.2017

Bereits auf der Mitgliederversammlung 2003 wurde beschlossen, dass ausschüttungsberechtigte Mitglieder dem BVK 20% (jedoch nicht mehr als 300,00 €) ihrer jährlichen Ansprüche aus Kameraarbeit bei der VG Bild-Kunst an den BVK abtreten sollten, um es mit diesem Beitrag dem Verband zu ermöglichen, auch in finanziell schwierigen Zeiten die berufspolitischen Ziele des BVK weiterverfolgen zu können.

Der Bundesverband Regie (BVR) verfährt bereits deutlich länger in dieser Weise, wobei die Abtretung hier verpflichtend ist. Der BVK setzt die Abtretung anonym und freiwillig um.

* Der an den BVK abgetretene Beitrag beträgt 20% der Ausschüttung, aber maximal 300,00 €! Mehr kann pro Jahr nicht abgezogen werden.
* Bitte die Abtretung nur veranlassen, wenn es individuell wirtschaftlich möglich ist!
* Die Abtretung und auch evtl. deren Widerruf bitte nur an die VG Bild-Kunst schicken!
* Der BVK erhält keinerlei Daten zu Abtretungen, Widerrufen oder Einzelzahlungen.


Hier kann man die Abtretungserklärung herunterladen.



GVR Kino des BVK wird genutzt

BVK , 20.10.2016

Ihr Lieben,

die im März 2013 in Kraft getretene GVR Kino (Gemeinsame Vergütungsregel Kinofilm) des BVK, welche mit der bedeutendsten deutschen Kinofilmproduktion CONSTANTIN Film Produktion GmbH abgeschlossen wurde, ist mittlerweile in zahlreiche Verträge mit DoP (auch solchen, die nicht Mitglied im BVK sind - warum auch immer...) implementiert worden. Dabei handelt es sich vielfach auch um solche Produktionsfirmen, die nicht der CONSTANTIN-Gruppe angehören, was besonders erfreulich ist, da sich hier die u.a. vom namhaften Urheberrechtler Prof. Dr. Schwarz betonte Wirkung der GVR über die eigentlichen Vertragspartner hinaus bewahrheitet - im Sinne einer für die ganze Branche anzunehmenden "unwiderleglichen Vermutung der Angemessenheit".

Anhand der Verträge werden DoP-Kollegen an den zukünftig evtl. entstehenden Erträgen nach den Modalitäten der GVR des BVK mit der Constantin Film beteiligt. Das kann im Extremfall/Einzelfall sehr viel Geld sein.

Wie immer gilt: Wer Beratung in diesen Fragen wünscht, wendet sich zunächst an die Geschäftsführung des BVK. Hier gibt es individuellen Rat und Begleitung - auch und gerade in Untiefen oder Zweifelssituationen - und ggf. die Vermittlung zu urheberrechtlicher anwaltlicher Beratung (der dann individuell zu vergüten ist).

Weiterführende Informationen über die GVR des BVK und wie diese in Verträge implementiert werden können, gibt es hier in einer Zusammenfassung.


... weiterlesen ...

GVR des BVK mit ProSiebenSat.1

BVK , 17.08.2016

Berufsverband Kinematografie vereinbart Gemeinsame Vergütungsregeln mit ProSiebenSat.1 TV Deutschland



Unterföhring, 17. August 2016

Zügige und konstruktive Gespräche: Der Berufsverband Kinematografie e.V. (BVK) hat sich mit der ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH auf Gemeinsame Vergütungsregeln (GVR) gemäß § 36 Urheberrechtsgesetz verständigt. Damit haben der Berufsverband der freischaffenden, bildgestaltenden Kameraleute und die Sendergruppe eine kollektivvertragliche Regelung nach dem Urhebervertragsrecht erzielt. Sie gilt für alle Sender der ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH, die sich damit – nach den Vereinbarungen mit dem VDD, dem BFFS und BVR – erneut nachhaltig zu ihrer Branchenverantwortung bekennt.



Zum ersten Mal erhalten freischaffende, bildgestaltende Kameraleute von einem privaten Sender ab einer bestimmten Zuschauerreichweite eine Erfolgsbeteiligung – dazu zählen auch Internetklicks und DVDs/BluRays. Eine Beteiligung an Vertriebserlösen wurde ebenfalls vereinbart.



Dr. Michael Neubauer, Geschäftsführer des BVK: „In vier Verhandlungsrunden haben wir auf der Basis bereits bestehender GVR auch für die Kinematografen eine Lösung gefunden. Möglich war das, weil sich ProSiebenSat.1 gegenüber dem BVK offen und fair verhalten hat. Ausgerechnet eine Sendergruppe, die ohne fließende Gebühren jeden Euro am Markt verdienen muss, ist uns in den Verhandlungen konstruktiv entgegengekommen. Die Rückwirkung bis 2002 setzt gute Maßstäbe, an denen sich öffentlich-rechtliche Sender messen lassen müssen. Mit 40 bis 50 Prozent der Beteiligung von Autoren / Regisseuren wird auch der Bedeutung der Kinematografie Rechnung getragen. Die besonderen Bedingungen, unter denen Privatsender arbeiten, wurden strukturell berücksichtigt.“



Stefan Thul, EVP Production Management & stv. kaufmännischer Geschäftsführer der ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH: „Der Weg bis zur Einigung war sehr konstruktiv. Ich freue mich, dass wir uns so zügig auf gemeinsame Vergütungsregeln verständigen konnten. Auf beiden Seiten stand bei den Verhandlungen der Wille zu einer sinnvollen Einigung im Vordergrund. Das Ergebnis: ein erfolgreicher und tragbarer Abschluss, mit dem unsere Sendergruppe erneut nachhaltig ihre Verantwortung innerhalb der Branche wahrnimmt.“

... weiterlesen ...

Neue interessante Versicherungsmöglichkeiten

BVK , 30.07.2015

Um BVK-Mitgliedern adäquate Versicherungsmöglichkeiten in den Bereichen Berufs-/Betriebshaftpflicht, Privathaftpflicht und Berufsunfähigkeit/Existenzschutz zu bieten, möchten wir Euch nach einiger Recherche neue Angebote vorstellen. Der BVK vermittelt selbst keine Versicherungen, man wende sich bei Interesse direkt an den Anbieter.



Wer sich als Mitglied einloggt, kann im Bereich AKTUELLES unter dem Stichwort "Versicherung" weitere Informationen finden.