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Alt werden im Beruf und mit Wrde.

Hans Albrecht Lusznat, 29.02.2020




Es kommt unmerklich, langsam aber gnadenlos. Am Anfang - wir sind zwischen dem 30sten und 40sten Lebensjahr - sind es vereinzelte scherzhafte Bemerkungen ber erste graue Strhnen im Haar oder ber eine zufllige Vergesslichkeit: Ja, das ist das Alter. Meist folgt ein Lachen, ein Axelzucken und das unausgesprochene Einverstndnis, dass man nicht alt ist. Wahrscheinlich ist zu dieser Zeit der Leistungshhepunkt schon berschritten und ein lange whrender langsamer Verfall der Fhigkeiten hat bereits begonnen. Leistungssportler haben sich zu diesem Zeitpunkt schon aus ihrem Metier verabschiedet, weil sie in ihrer eng dimensionierten Disziplin mit objektiven Mess-Methoden dem Vergleich mit weniger alten Mitstreitern nicht mehr Stand halten.
In anderen Bereichen auerhalb des Sports helfen Erfahrung und soziale Kompetenz eine Position trotz fortschreitenden Alters zu behaupten und weiter auszubauen. Wenn das Alter mit seinen schleichenden Einschrnkungen sich dann wirklich bemerkbar macht, wird es weggeleugnet. Es ist wie eine unheilbare Krankheit, die man verstecken muss, will man nicht ausgegrenzt werden. Altersdiskriminierung ist eine Tatsache und gerade im Bereich freiberuflicher Ttigkeit tobt ein gnadenloser Konkurrenzkampf hinter den Kulissen.




Alter ist ein Thema, Altersdiskriminierung ist ein Aspekt davon. Mich traf er vllig unvorbereitet und nicht explizit ausgesprochen, auch nicht auf die eigene Person zielend. Es traf ein lteres Teammitglied: Bitte bring den nicht mehr mit. An der Arbeit gab es nichts auszusetzen, im Gegenteil war sie professioneller als vieles, was jngere Kollegen ablieferten und weshalb auch ich die eingespielte Zusammenarbeit favorisierte. Jetzt war ich sensibilisiert. An der Qualifikation gab es nichts zu beanstanden, aber bei lngeren Drehtagen setzte er sich gerne einmal hin, es fehlte die Quirrlichkeit der Jugend und genau betrachtet waren Ermdungserscheinungen zu beobachten, die in einem bestimmten Alter selbstverstndlich sind, und die niemand beim gleich alten Produktionschef sich trauen wrde zu beanstanden. Es gibt diese Situationen: dem Kunde ist ein Mitarbeiter nicht genehm, dann schickt man einen anderen, aber in diesem Fall war es Altersdiskriminierung. Und ich habe mitgespielt, wohlwissend: Ich bin der nchste den es trifft. Junge dynamische Kollegen poppen berall auf, bereitwillig die Aufgaben und auch das Honorar zu bernehmen. Da geht es nicht nur an die Substanz, sondern um die Existenz.




Ich gehre noch zu der glcklichen Generation von Kameraleuten, die in dem Beruf anfing und wusste, man kann auch in dem Beruf die Rente erreichen - so man das will - und dabei ausschlielich von diesem Beruf leben. Das ist heute nicht mehr selbstverstndlich und viele Kollegen kommen ohne irgendeine Berufsfremde Nebenttigkeit nicht mehr ber die Runden. Dabei ndert sich unser Berufsfeld permanent, und hat ber die Zeit eine Wandlung vom Spezialistentum zur Allgemeinqualifikation durchgemacht. Verschrfend werden inzwischen Ttigkeitsfelder in bestimmten Bereichen schon von Automatisierung und knstlicher Intelligenz bedroht und bernommen.




Film ist zunehmend mehr von Mode geprgt. Es ist vom Look die Rede, von bestimmten Formalien und Mitteln, und wie man sie einsetzt. Das ist sehr hnlich wie in der Modebranche der Textilindustrie. Ein bisschen Drohne, kurze Schnitte, Weitwinkel, offene Blende. All dieses in einer bestimmten Form angewendet ergibt einen Look, der modern erscheint und den die Leute fr eine bestimmte Zeit bevorzugen, um sich dann wieder anderen Mixturen zuzuwenden. Technische Neuerungen sind dabei wichtig, auch wenn die Laien oft nicht genau festmachen knnen, was den Look letztlich ausmacht. Durch Mode kommt ein bisher unbedeutender Faktor in krzeren Wirkungszeitrumen ins Filmgeschft, anders gesagt sind ltere Kollegen schnell unmodern, und was bisher eine Sicherheit und ein Plus im Beruf war, die Erfahrung, spielt immer weniger eine Rolle; ganz im Gegenteil, Erfahrung wird zum Hinderungsgrund weil sie auf der Vergangenheit beruht und der Suche nach dem Neuen im Wege steht. Die Leute wollen das bisher Unerfahrene sehen; Jeder glaubt, er knne die Dinge auch visuell unter vllig neuen bisher nie gesehenen Aspekten zeigen. Das gelingt ganz selten und die meisten Bemhungen in diese Richtung scheitern klglich. Wir kennen alle aus Erfahrung die verzweifelten Versuche visuell Neues einzubringen. Diese kurzen, bald nervigen Trends, wie beispielsweise den Modelleisenbahn Look mit schrg gelegter Schrfenebene bei offener Blende. Wenn man die Moden nicht mitmacht, ist man schnell drauen aus dem Geschft und der einzige Trost gegenber denen, die mit ihrer modernen hippen Art (wie die Wollmtzen Jungs) schnell ins Geschft drngen: Wer schnell rein kommt ist auch schnell wieder drauen. Wie viele Schnelleinsteiger haben wir kommen und gehen sehen.




Mit der Videotechnik ist bei den Beteiligten die WYSIWYG berzeugung entstanden und hat den Wert des Erfahrungsschatzes aus handwerklichem Knnen erheblich geschmlert. Heute hat schon jeder Abiturient mit seinem Laptop und YouTube-Filmen neun Jahre Berufserfahrung im Filmgeschft vorzuweisen. Soviel zum Wert von Erfahrung, die uns lteren angeblich zum Vorteil gereichen soll. Ironischer Weise war genau diese Erfahrung am Anfang meines Berufslebens der Grund, warum gleichaltrige Jung-Regisseure ltere Kamerakollegen bevorzugten und uns damals Jungen den Start ins Berufsleben erschwerten. Wir waren sehr wenige, aber es war verdammt schwer im Geschft. Zwischen damals und heute ist ein regelrechter Jugendwahn entstanden mit einem Haufen an Jugend- und Erstlings-Frderungsprogrammen, hinter denen in vielen Fllen handfeste wirtschaftliche Interessen stehen, die eindeutig auf einer Ausnutzungsstrategie beruhen. Um den Anschluss nicht zu verlieren, mag da manch lterer berlegen, gehe man doch einfach dahin, wo die Jugend ausgebildet wird, unterrichte, suche den Anschluss und drehe dann einen dieser prestigetrchtigen Erstlingsfilme passiert in der Realitt nur in Ausnahmefllen. Mit Kameramnnern/frauen ist es wie mit den Cafs: Frher ist man mit dem Auto zum Cafe gefahren und hat einen Parkplatz gesucht. Heute sucht man einen Parkplatz, und wenn man einen findet, dann ist da auch ein Caf.




Gefhlte Diskriminierung ist nur ein schmerzhafter Aspekt des Alterns. Es gibt auch reale Einschrnkungen des gewohnten Leistungsvermgen, die einem mit dem Altern zu schaffen machen. Beispielsweise lsst die Nahakkommodation des Auges nach und man braucht eine Lesebrille. Mit der Kamera kann man weiterarbeiten wie bisher, aber wenn es etwas zu verstellen gibt, muss man die Brille aufsetzen um genau zu sehen, was man da verstellt. Mit der digitalen Technik sind die Verstellmglichkeiten explodiert. Gut vierzig Parameter werden bei einer normalen Kamera im Sucher angezeigt. Seit es Ausklappdisplays und Aufsteckmonitore gibt, ist es noch schwieriger geworden, denn man braucht die Brille um das Bild zu betrachten, man braucht sie aber nicht, um in die Szene zu schauen. Das sind Kleinigkeiten, aber diese Einschrnkungen machen das Leben und Arbeiten schwerer.
Das Hrspektrum nimmt mit zunehmendem Alter deutlich ab, was eine Einschrnkung der rein physischen Wahrnehmung beschreibt. Verschrfend hinzu kommt, dass die ganzen Korrekturprozesse im Gehirn, die aus allen mglichen Zusatzinformationen auch vernuschelte Verbalsprache sinnvoll ergnzen, mit dem Alter trger werden und nicht mehr so schnell funktionieren. Nicht mehr alles richtig verstehen bei immer mehr Nebengeruschen, ist eine erhebliche Herausforderung.




Das Vergessen ist ein ganz groes Thema des Alterns. Ich kenne Leute aus meiner Peergroup die immer nach irgendetwas suchen, nach Brillen oder Schlsseln. Das Kurzzeitgedchtnis funktioniert mit zunehmendem Alter nicht mehr so gut und das fngt schon nach dem 30sten Lebensjahr an. Ist man krperlich gut beieinander, dann sind die nachlassenden Fhigkeiten des Gehirns die grte Einschrnkung im Alter. Viele vergangene Missverstndnisse bei der Zusammenarbeit mit lteren Regisseuren und Auftraggebern kann ich heute ganz einfach auf Vergessen zurckfhren. Jngere Leute haben es nicht auf dem Schirm, das ltere bestimmte Dinge schlicht und einfach vergessen knnen. Das ist keine bse Absicht, und es funktioniert dann auch nicht, ein Erinnern einzufordern. Ab einem bestimmten Punkt ist Vergessen einfach vergessen. Bei einer Vorstellungsrunde sagt jeder seinen Namen, und mit gutem Vorsatz will man sie sich merken, aber nach 10 Minuten sind sie einfach weg. Gegen das Vergessen kann man bei Zeiten Strategien entwickeln. Aufschreiben ist eine Kulturtechnik, die gegen das Vergessen hilft, und mit der neuen Telekommunikation und dem Smartphone kann man auch jedem eine Notiz schreiben und dem Vergessen vorbeugen. Termine besttige ich heute immer per Smartphone.
Gegen das ewige Suchen von Alltagsdingen hilft eine rigorose Ordnung und ein sofortiges Zurcklegen aller Dinge an gewohnte Pltze: Schlssel in die Tasche links, Telefon in die Tasche rechts, Stifte in der Tasche auen, alles nur an Pltzen ablegen, wo man es immer hinlegt und lieber einen weiteren Weg gehen, als das Telefon im Bcherregal ablegen, nur weil es in Reichweite ist. Alle kennen den Klassiker, dass man etwas aufs Autodach legt, weil man den Schlssel aus der Tasche zieht, dann wegfhrt und Bei der Arbeit bin ich da ganz strikt. Alles kommt immer wieder dahin zurck, wo es hingehrt, und wenn es zeitlich nicht geht, dann auf einen Haufen zu den anderen Sachen, die zur Ausrstung gehren. In Hotelzimmern packe ich Koffer nie aus und habe da auch nie etwas vergessen. Bei Leihgerten hat sich ein Anfangsfoto des Kofferinhalts mit dem Smartphone schon fters als Hilfe fr das Wiedereinpacken erwiesen. In dieser Beziehung sind die Mglichkeiten der neuen Kommunikationstechniken ein Segen.




Warum sind ltere Menschen vor allem in Stress-Situationen oft so unwirsch? Auch das ist oft eine Folge von berforderter Gehirnaktivitt. Im Alter lsst die Fhigkeit zum sogenannten Multitasking nach. Man kann nicht mehrere Sachen gleichzeitig erledigen und wenn in einem Punkt die Aufmerksamkeit gefordert ist, werden alle anderen Anfragen ans Gehirn abgewehrt. hnliche Prinzipien kennen wir aus der Informationstechnik, wenn Aufgaben sukzessive nach Hierarchien abgearbeitet werden. Ich kann jetzt eine Vielfalt an Aufgaben nur konsequent linear erledigen, am liebsten nacheinander ohne Unterbrechung. Letztes Jahr habe ich eine Ausstellung gemacht und musste fr die einzelnen Bilder Texte schreiben, bei denen jeweils vieles recherchiert werden musste. Dann kam ein Dreh und ich war drei Wochen weg. Als ich mich dann wieder der Ausstellung widmete, habe ich wieder mit den Texten begonnen und bei der Arbeit pltzlich gemerkt, dass ich die Fakten alle schon einmal berarbeitet hatte. Warum habe ich das damals nicht aufgeschrieben? Und dann fand ich im Computer die Texte alle schon fertig. Unterbrechungen fhren oft dazu, dass man mit der Arbeit wieder von vorne beginnen muss. Diesen Text hier habe ich schon vor fnf Jahren angefangen und dann immer wieder wenn ich mich dem Thema Alter gewidmet habe. Es gibt ihn in diversen Versionen mit jeweils verschiedenen Erfahrungen. Es liegt am Thema und die eigene Verstrickung darin, dass ich mich ber das eigene Altern nicht gerne uern will.




Frher habe ich mich oft ber ltere Kollegen amsiert: Jetzt wo sie in der Rente sind, haben sie pltzlich keine Zeit mehr. Auch mir luft die Zeit davon, je mehr Zeit ich durchlebt habe. Aber es ist nicht nur das Gefhl, die Restzeit schrumpft, das da zum Tragen kommt. Ich brauche einfach fr viele Dinge lnger Zeit, sprich: ich bin langsamer geworden. Bei meinen Artikeln fr den Kameramann sitze ich manchmal einen ganzen Tag da, um ein Detail abzuklren, das sich zeitsparend durch eine verwaschene Formulierung aus der Welt schaffen liee.
Alten Leuten kommt die Zukunft abhanden, es ist nicht mehr unsere Welt, die da vor unseren Augen kaputt gemacht wird. Das klingt schrecklich entspricht aber den Tatsachen. Deshalb sollten wir auch das whlen, was unsere Kinder und Enkel favorisieren, denn sie mssen die heutigen Entscheidungen ausbaden.




Frher ist ein Wort fr Leute mit gemeinsamer Erinnerungskultur. Man sollte es aus dem Wortschatz streichen, denn es schliet im Gesprch all jene aus, die nicht so alt sind. Mit frher beginnen immer Stze in denen verglichen wird mit einem anderen zurckliegenden Zustand. Oft ist der vermeintlich besser gewesen. Vielleicht ist es ganz gut so, dass jede Generation meint, sie sei die glcklichste gewesen, die den noch wahren, echten Zustand ihres Gewerkes kennengelernt habe.
Der einzig objektive Nachweis fr die frher besseren Zeiten ist in unserem Beruf die Gagentabelle im Zusammenhang mit der jeweils aktuellen Kaufkraft, eine stetig sinkende Linie. Salopp wrde ich die Entwicklung des Berufsbildes mit der Wandlung vom Bildknstler zur visuellen Putzkolone beschreiben. Aber ist man nicht selber schuld? Wer sein Hobby zum Beruf macht (hat man oft von Kollegen gehrt), der darf sich nicht wundern, wenn der Beruf zum Hobby wird.




Die Angst des Tormanns vorm Elfmeter ist allgegenwrtig und genauso verstndlich wie die Angst des Kameramanns vor dem ersten Take. Die Angst nimmt mit dem Alter zu. Mit der Erfahrung steigt auch die Akribie der Vorbereitung und damit einher geht die Sorge vor Fehlern und vor Versagen. Und dann liegt ein gestandener Kameramann die Nacht vor dem ersten Drehtag wach im Bett aus Sorge um all seine Vorbereitungen. Es gibt Kollegen, die Drehs abgesagt haben, weil sie sich vor lauter Sorgen der Aufgabe nicht mehr gewachsen sahen, die dann ein unbedarfterer Kollege mehr schlecht als recht erledigte, nur weil er in seinem Selbstvertrauen keine Skrupel kennt. Dann versteht man, da Religion wirklich Trost sein kann, wenn man die Sorgen an Gott delegiert. ..und sorget Euch nicht, war ein Filmtitel ber Klosterbrder, den ich vor Jahren gedreht habe.




lter Leute kommen beim Erzhlen von Einem zum Anderen und ihren Ausfhrungen fehlt der gradlinige Weg. Sie ergehen sich in vielen Nebenschlichkeiten, die fr den Informationsfluss nicht wichtig sind, ihn aber schwierig und zeitraubend machen. Whrend der Erzhlung werden alle Erinnerungen abgepflckt, die an den erwhnten Dingen kleben. Das mag unterhaltsam sein fhrt aber nicht effizient zum Ziel und immer liegt einem der Satz auf der Zunge, worum geht es jetzt? Interessant ist der Moment in dem man merkt, ich mache das auch so.



Ich, frher, 1977

Es gibt zwei Ansichten meiner selbst, die Innenansicht mit der ich aus mir heraus in die Welt blicke, und die Auenansicht, der ich beim Blick in den Spiegel begegne. Sie altern unterschiedlich. Von dem jungen Mann, der mit Enthusiasmus an der Kamera angefangen hat, habe ich mich noch nicht so weit entfernt, und gefhlt ist das auch noch nicht lange her. Aus dem Spiegel blickt ein alter Mann zurck, und diese beiden Ansichten muss man immer wieder zusammen bringen. Zum Glck bestimmt das physische Sein das Bewusstsein, wie Marx so schn sagt. Deshalb kommt es nicht zu existenziellen Konflikten zwischen dem einen, der mehr will als der andere noch kann. Schwierig wird es mit denen, die nur die Auenansicht sehen.




Bedeutungsverlust ist das Kernproblem des Alt-geworden-seins. Am hrtesten trifft er angestellte Bedeutungstrger mit offizieller Position, deren Bedeutung eng mit dem von ihnen bekleideten Amt verbunden ist. Werden sie aus ihrer Position oder ihrem Amt entlassen, tritt der Verlust schlagartig ein. Ein Paradebeispiel veranschaulicht Murnaus Der letzte Mann. In der Filmbranche kommt der Verlust schleichend und die eigene Bedeutung brselt einem unterm Zuschauen weg. Man kann sich in ein Zurckschauen retten, die Vergangenheit aufarbeiten: das sind sie schon gewesen, die besseren Zeiten, von denen man immer geglaubt hat, sie kommen noch. Kollegen aus den verschiedenen Gewerken schreiben dann ein Buch oder machen eine Retrospektive; unter Umstnden heimst man einen Preis fr das Lebenswerk ein. Defacto ist es aus und vorbei und man kann sich freuen, wenn ein vereinzelter Interessent auf eine der vielen Produktionen aus der eigenen Vergangenheit gestoen ist, und dazu etwas wissen will. Ein Tipp an alle: Man ordne den eigenen Nachlass bei Zeiten, spter tut das keiner mehr und alles wandert in einen Mllcontainer.



Im Alter ist man nicht mehr so gefragt.

Das Gute am Alter ist, dass es schleichend daherkommt. Alter ist kein Unfall, der einen schlagartig aus der Bahn wirft. Schon mit der Geburt hat das Sterben begonnen hat mir mal Pater Onesimus vom Mnchner Kapuzinerkloster in die Kamera gesagt. Wir haben ein Leben lang Zeit uns ans Altern zu gewhnen. Das ist ein Prozess, der nicht ohne Schmerzen vonstattengeht. Viele Menschen bekommen dabei Depressionen.



Pater Onesimus kocht Suppe fr die Essensausgabe

Am Ende ein Hinweis fr alle Produzenten, Regisseure und Kollegen: Ich arbeite noch immer. Ich kann immer noch eine Kamera halten und bin noch nicht auf einen Rollator angewiesen und habe auch nicht vergessen, wie viel Spa die Arbeit machen kann, wenn die Bedingungen stimmen.

Hans Albrecht Lusznat Februar 2020


+++ Vielfältige Informationen bzgl. der Corona-Krise im Bereich der Filmproduktion +++

BVK , 02.04.2020

(wird laufend aktualisiert)

Bitte informiert Euch zunächst hier, bevor Ihr individuelle Anfragen an den Verband richtet. Die Geschäftsstelle ist bereits voll ausgelastet. Sie arbeitet mit zusätzlichem Personal im Home Office. Leider können nicht alle Anrufe und Mails zeitnah beantwortet werden. Alles, was warten kann, bitte verschieben. Vielen Dank.

Ab sofort haben wir für Euch unter SERVICE einen speziellen Bereich dafür eingerichtet. Dort findet Ihr alle Informationen, die weiterhin laufend aktualisiert werden.

Direkter Link


Pressemitteilung und Brandbrief der VRFF - BG Freie Produktionswirtschaft

BVK , 20.03.2020

Die Freien in der Mediengewerkschaft VRFF und sechs Kooperationsverbände bitten in einem offenen Brandbrief die Regierungen der Länder und des Bundes dringend um Hilfe für Hunderttausende Kulturschaffende.
Zusammen mit dem Brandbrief wurde folgende Pressemitteilung an Entscheider in der Politik und Kulturwirtschaft am heutigen Tage versendet.

P r e s s e m i t t e i l u n g
Berlin/München, 20.03.2020

Filmschaffende ohne jedes Einkommen: Gewerkschaft und Verbände bitten die Politik um Hilfe

Einkommens-Totalverlust ist für Solo-Selbständige und projektweise Beschäftigte eine Katastrophe. Rücklagen konnten nur Wenige bilden.



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VRFF - Die Mediengewerkschaft empfiehlt

BVK , 16.03.2020

Bei produktionsseitiger Absage der Dreharbeiten sollen Filmschaffende bitte umgehend eine Email an die Produktion schicken:

"Besten Dank für Ihre Nachricht, auch wenn diese sehr bedauerlich ist. Ich biete natürlich meinerseits gleichwohl die vereinbarte Arbeitsleistung an.

VRFF - Die Mediengewerkschaft in Kooperation mit den Berufsverbänden


Dringende Empfehlung für Dreharbeiten in Filmteams

BVK , 15.03.2020

+++ Dringende Empfehlung für Dreharbeiten in Filmteams +++

Zum Schutz der Filmschaffenden rät der BVK dringend dazu, alle Vorbereitungs- und Dreharbeiten, die nicht der Information dienen, sofort einzustellen. Dazu gehören auch Motivbesichtigungen, Kostümproben und Begehungen.

Die vom Bundesministerium für Gesundheit veröffentlichten Verhaltensmaßnahmen sind weder am Set noch z.B. in einem Maskenmobil zu gewährleisten. Personen über 60 und alle, die an Herz- Kreislaufkrankheiten, Diabetes, Bluthochdruck, chronischen Atemwegserkrankungen und Krebs leiden, sollten keinesfalls an Dreharbeiten in einem normalen Spielfilmumfeld teilnehmen. Sie gehören zur besonders gefährdeten
Gruppe und eine Infektion kann lebensbedrohende Folgen haben.

Berufsimmanent wird von Filmschaffenden eine hohe Mobilität erwartet, die zwangsläufig zu einem großen Bewegungsradius im öffentlichen Raum führt. Dem Filmschaffenden ist es allein nicht möglich, auf die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort angemessen und im Sinne der
empfohlenen Verhaltensregeln zu reagieren.
Wenn Produktionen nicht bereit sind, ihre Projekte zu stoppen, müssen alle notwendigen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden, um die Mitarbeiter zu schützen. Wir weisen hiermit ausdrücklich auf die Fürsorgepflicht der Produktion für ihre Mitarbeiter hin, die sich dann auch in der jeweiligen Gefährdungsbeurteilung und den Vorsorgemaßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz niederschlagen und selbstverständlich schriftlich dokumentiert werden muss.

Vorstand des Berufsverbandes Kinematografie (BVK) e.V.

Live Webinar: Colour Management in Baselight 5.3

BVK , 03.04.2020

ehe einem in Corona-Zeiten die Decke auf den Kopf fällt:


Colour Management in Baselight 5.3 followed by Q&A (durchgeführt von FilmLight
with FilmLights Daniele Siragusano (Image Engineer) & Andy Minuth (Colourist)

Join FilmLight live for their first webinar, which dives into the new and enhanced colour management tools coming soon in Baselight 5.3.

REGISTER NOW

Whats new?

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FIRE THEM ALL - Rechtsanwalt Schmidt-Hug vertritt 300 Filmschaffende in Babelsberg

BVK , 31.03.2020

Im Frühjahr sollten zwei Hollywood-Drehs in Babelsberg stattfinden. Die wurden infolge der Coronakrise abgesagt. Die Filmemacher sind nun in Not.

Darüber berichten

rbb
https://www.rbb24.de/kultur/thema/2020/coronavirus/beitraege/kinoproduktion-corona-filmleute-existenz-filmwirtschaft-berlin-brandenburg.html

und der Tagesspiegel
https://www.tagesspiegel.de/berlin/feuert-sie-alle-800-filmschaffende-aus-berlin-und-brandenburg-verlieren-ihren-job/25697658.html

EnergaCAMERIMAGE 2020 OPENS FOR SUBMISSIONS

BVK , 24.03.2020



EnergaCAMERIMAGE 2020 OPENS FOR SUBMISSIONS

Dear Festival Goers,

The preparations for EnergaCAMERIMAGE 2020 are underway. As the COVID-19 situation evolves, we are working remotely but according to plan. Hoping all of you out there stay safe and healthy, and hoping we can all meet in Torun in November, we are announcing the call for entries and launching the official selection.

The 28th edition of EnergaCAMERIMAGE is scheduled to take place 14-21 November in Torun, Poland and all filmmakers, producers and distributors are invited to submit feature films, documentaries, music videos, TV pilots and student etudes for the festival's consideration. See more details below.

Please note the submission deadlines and do not miss your chance to submit your films, pilots or music videos. From now on we are accepting entries, so please go to

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BerufsBrief für Filmschaffende von RA Steffen Schmidt-Hug - SONDERAUSGABE 23.03.2020

BVK , 23.03.2020

Der auch dem BVK verbundene Arbeits- und Medienrechtsanwalt Steffen Schmidt-Hug faßt in einem Informationsschreiben die wesentlichsten Aspekte zur Beendigung der Mitarbeit an Filmprojekten zusammen. Hier finden sich viele gute Hinweise, wie Beschäftigte bzw. Arbeitnehmer in der aktuellen Lage verfahren sollten. Wir danken RA Schmidt-Hug für die Möglichkeit, auf dieses Schreiben auch im Rahmen des BVK verweisen zu dürfen.

Den BerufsBrief findet Ihr hier unter SERVICE

Corona-Krise: Individuelle Unterstützung der Bundesländer

BVK , 22.03.2020

Baden-Württemberg

Bayern

Berlin

Brandenburg

Bremen


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Gesundheitsschutz auch für freie Filmschaffende Politik und Produktionsfirmen in der Verantwortung!

BVK , 18.03.2020

Pressemitteilung der VRFF vom 16.03.2020

Gesundheitsschutz auch für freie Filmschaffende Politik und Produktionsfirmen in der Verantwortung!

Die Betriebsgruppe Freie Produktionswirtschaft der VRFF moniert unzumutbare Risiken am Set und fordert sofortige bundesweite Drehstopps zur Risikobegrenzung.

Die Mediengewerkschaft VRFF sieht die in Zeiten von COVID-19 erforderlichen Schutzmaßnahmen an den Sets in Deutschland für nicht realisierbar an. Zum Schutz der Film- und Fernsehschaffenden seien daher sämtliche Dreharbeiten sofort zu beenden.

Da in Teilen Deutschlands mit Ausnahme absolut erforderlicher Berichterstattungen wie z.B. für Nachrichten bis auf weiteres keinerlei Drehgenehmigungen von öffentlichen Stellen mehr ausgestellt werden und etwa der Freistaat Bayern den Katastrophenfall ausgerufen hat, hält die Mediengewerkschaft VRFF ein Weiter so! für absolut unverantwortlich. Bundesweit ist im Sinne des Gesundheitsschutzes von den jeweils regional zuständigen Behörden sofort ein Drehstopp zu verfügen.


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BPM: Maßnahmen wegen Corona

BVK , 18.03.2020

Wir veröffentlichen hier ein Mail unseres Fördermitgliedes BPM:

Liebe Kunden,
auch wir haben unsere Arbeit so eingerichtet, damit die COVID19-Pandemie erfolgreich eingedämmt wird.

Als vorbeugende Maßnahme und für den beiderseitigen Schutz ist der Showroom in Hamburg ab sofort und bis auf weiteres für den Kundenverkehr geschlossen.

Ihre bestellte Ware können Sie trotzdem persönlich abholen, wie gewohnt werktags von 09:00 bis 18:00 Uhr.

Seit dem 17.03.20 wird die BPM Logistik im Einmann / Zweischicht-Betrieb gefahren. Daher könnte es im Einzelfall zu Verzögerungen kommen. Wir bitten Sie, dies zu entschuldigen.

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+++ CORONA: Marburger Kamerapreis abgesagt +++

BVK , 13.03.2020

+++ Mitteilung +++
Der Kamerapreis in den Zeiten von Corona

Die aktuelle Lage rund um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2 / Covid-19) macht eine verantwortungsvolle Durchführung öffentlicher Veranstaltungen unmöglich. Daher haben wir uns schweren Herzens entschieden, die Bild-Kunst Kameragespräche und den Marburger Kamerapreis zu verschieben.
Wir sind sehr traurig darüber, sind jedoch überzeugt, dass dies die einzig richtige und verantwortungsvolle Entscheidung darstellt. Es ist geplant ist, dass die Veranstaltung im September/Oktober 2020 in der vorgesehenen Form nachgeholt wird. Wir arbeiten derzeit an Alternativterminen und geben diese so rasch wie möglich bekannt.
Wir bitten um Ihr Verständnis.
(Mitteilung der Organisationsleiten der Marburger Bild-Kunst-Kameragespräche)

Sobald bekannt ist, wann genau der Veranstaltung wiederholt wird, teilen wir dies mit.

+++ CORONA: International Cinematography Days 2020 Cancelled +++

BVK , 13.03.2020



Leider müssen wir die International Cinematography Days-2020 für den geplanten Termin 4.+5. Mai absagen!

Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Wir verschieben das Konzept auf nächstes Jahr!

Sehr schade - wir hatten gerade ein cooles Programm und tolle Speaker am Start - aber selbst wenn die Pandemie sich bis Mai beruhigt haben sollte, ist die Planung des Events nicht mehr erfolgversprechend machbar, da Referenten nicht mehr reisen dürfen, etc....

Ob wir zwischenzeitlich Teilaspekte der Konferenz wie HDR auch an kleineren, weniger internationalen Veranstaltungen umsetzen werden, können ist noch nicht abzusehen.

Nähere Infos unter ICD-2020 CANCELLED

(Organisationsteam ICD-2020)

IMAGO International Award for Best Young Emerging Cinematographer

BVK , 04.03.2020

Letzte Woche hat die IMAGO den Gewinner in der Kategorie Best Young Emerging Cinematographer bekannt gegeben: mit dem IMAGO International Award wird in diesem Jahr Holger Jungnickel (BVK) für LIMBO ausgezeichnet. Der BVK gratuliert ihm sehr herzlich für diesen von ARRI gesponsortem Preis.



Sony VENICE V5 Neuerungen

BVK , 04.03.2020

Im letzten Monat wurde eine neue Version der erfolgreichen Filmkamera aus dem Hause Sony vorgestellt, welche den Funktionsumfang und auch die Flexibilität der VENICE noch weiter erhöht hat.

VENICE V5 Neuerungen

HFR up to 90fps in Full Frame (2.39:1)
HD ProRes4444 up to 29.97fps on SxS Cards
ND Up/Down via Assignable button
User Frame Line improvement
Support x1.65 de-squeeze function for Panavision lenses
Flip & Flop for Monitor Out

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Deutscher Kamerapreis 2020 - ABGESAGT

BVK , 04.03.2020

Gala zur Verleihung des DEUTSCHEN KAMERAPREISES 2020 abgesagt

Köln, 27.03.2020 Vor dem Hintergrund der sich immer weiter ausbreitenden Corona-Pandemie wird die für den 29. Mai geplante Gala zur Verleihung des 30. DEUTSCHEN KAMERAPREISES abgesagt. Dies hat der Verein DEUTSCHER KAMERAPREIS Köln e.V. unter Vorsitz der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker beschlossen.

Walter Demonte, Geschäftsführer des Vereins, dazu: Wir bedauern sehr, dass wir den krönenden Abschluss des 30. Wettbewerbs in unserem Jubiläumsjahr nicht in der geplanten Form in Köln ausrichten können. Die Absage der Preisverleihung ist für uns ein schmerzhafter Schritt ganz besonders im Hinblick auf die Preisträgerinnen und Preisträger, denen wir die Ehrungen für ihre herausragenden Leistungen gern persönlich und vor Publikum überreicht hätten. Beim derzeitigen dramatischen Verlauf der weltweiten Corona-Krise sind wir uns aber unserer hohen gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und möchten durch die Absage der Veranstaltung unseren Beitrag leisten zur möglichst wirksamen Eindämmung der Pandemie und zum Schutz der Öffentlichkeit. Ganz gewiss werden wir jedoch als Organisatoren einen Weg finden, in diesen schweren Zeiten die Bildgestalter*innen angemessen zu ehren.

Weitere Informationen folgen in Kürze.

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CT-Scanner an Flughäfen - Vorsicht mit Filmmaterial im Handgepäck

Markus Stoffel , 02.03.2020

Vermehrt werden zur Sicherheitskontrolle von Handgepäck an Flughäfen CT-Scanner eingesetzt. Neben zahlreichen internationalen Airports sind in München diese neuen Geräte im Einsatz. Damit soll die Abfertigung schneller und sicherer werden. Allerdings sind diese CT-Scanner nicht "film safe", wie erste Versuche von Kodak und Ilford zeigen. Michael Boxrucker BVK, Repräsentant von Kodak, empfiehlt deshalb für den Transport von unbelichtem und belichtetem Filmaterial als Handgepäck, dieses von Außen mit einem deutlicht sichtbaren Aufkleber zu versehen und frühzeitig das Sicherheitspersonal um eine manuelle Kontrolle zu bitten. Dazu entsprechende Hinweise der Filmhersteller sowie einen Dunkelsack mitführen.

Weitere Infos:
Kodak Technical Information Transportation
https://www.kodak.com/DE/de/motion/support/technical_information/transportation/index.htm#

Kodak X-ray Scanning Effects on Film
https://www.kodak.com/global/en/service/tib/tib5201.shtml

Kodak aktueller Test mit Fotofilmmaterial

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Silberner Bär für Jürgen Jürges

BVK , 29.02.2020

Die 70.Berlinale ging am heutigen Abend mit der Verleihung der silbernen und des goldenen Bären zu Ende.
Gewinner des goldenen Bären ist der Film "There is no Evil" des iranischen Regisseurs Mohammad Rasoulof.

Die Jury unter der Leitung von Jeremy Irons vergab einen silbernen Bären für eine herausragende künstlerische Leistung. In diesem Jahr ging dieser an Jürgen Jürges (BVK) für seine Bild- und Lichtgestaltung in dem Projekt "DAU.Natasha" der Regisseure Ilya Khrzhanovskiy und Jekaterina Oertel.


Jeremy Irons überreicht Jürgen Jürges (BVK) den silbernen Bären
Foto: © Uli Schmidt



Silberner Bär für Jürgen Jürges (BVK)
Foto: © Uli Schmidt




Jahrbuch Kamera 2020 erschienen

Hans Albrecht Lusznat , 23.02.2020


Wegen der Veränderung arbeitstechnischer Abläufe ist das Jahrbuch Kamera 2020 erst jetzt mit der aktuellen Ausgabe von Film&TV Kamera erschienen. Durch die kurzen Hardware Produktzyklen ist jedes Jahr 30% des Inhaltes neuen oder geänderten Kameramodellen gewidmet. Ganz neu ist für Analogfilmer eine Übersicht über die noch arbeitenden Kopierwerke. Wer des Jahrbuch nicht mit einem Zeitschriften Abonnement bekommt, kann es über den Shop von Film&TV Kamera beziehen (www.kameramann.de)

Umfrage zur Altersvorsorge von Filmschaffenden - Die Auswertung

BVK , 21.02.2020

Eine Umfrage der Pensionskasse Rundfunk unter 2.800 Film- und Fernsehschaffenden zeigt: Mit ihrer Einkommensperspektive im Alter sind viele unzufrieden.

Im Zeitraum vom 24.10. bis 17.12.2019 wurden knapp 2.800 Filmschaffende befragt: die größten darin vertretenen Berufsgruppen waren die der Schauspieler*innen (544 Personen), Kameraleute (233), Editor*innen (144), Regisseur*innen (104), Kameraassistent*innen (97) und Autor*innen (86).

Gesetzliche Rente/KSK wichtigste Einnahmequelle im Alter, Mehrheit sorgt zusätzlich privat oder via bAV fürs Alter vor
Jeder Dritte (33 %) fühlt sich sehr schlecht bis schlecht fürs Alter abgesichert
45 % hatten weniger als das Durchschnittseinkommen zur Verfügung
Zufriedenheits- und Weiterempfehlungsrate der Pensionskasse Rundfunk sehr hoch

Die Umfrage zeigt im Detail, dass die Befragten bereits relativ viel für ihre Altersvorsorge tun und eine breite Abdeckung aus gesetzlicher Rente/KSK (89 Prozent), betrieblicher Altersvorsorge (41 Prozent ) und privaten Vorsorgemodellen (42 Prozent) festzustellen ist. Dennoch hegen nur 15 Prozent gute bis sehr gute Aussichten für ihre Altersvorsorge. Der weitaus größere Teil (52 Prozent) fühlt sich nur ausreichend oder mittelmäßig fürs Alter abgesichert, jeder Dritte sogar schlecht oder sehr schlecht.

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Der Kinematografie-Oscar ist vergeben! Es lebe der nächste!?

BVK , 20.02.2020



Unser Kollege Alex Böhle, BVK fand auf der Webseite des Global Cinematography Institute einen sehr interessanten Artikel von Yuri Neyman, ASC, der sich mit der Vergabepraxis der Oscars für Kinematografie beschäftigt. Wie viele Filmwerke, die aber die kinematografische Sprache enorm voranbrachten und heute zu den besten Filmen der Filmgeschichte gehören, gingen bei der Oscar-Verleihung leer aus, wie z.B. "Citizen Kane" Regie: Orson Welles, Kinematografie Gregg Toland, ASC. Damals wurde Arthur Miller, ASC für seine Arbeit an "How Green Was My Valley" von John Ford geehrt. Von dem durchaus schön erzählten Film John Fords spricht heute keiner mehr, wohl aber von "Citizen Kane" ein Monument von einem Film, der die Bildsprache im Film maßgeblich beeinflusst hat.

Alex Böhle hat den Artikel Yuri Neymans dankenswerter Weise übersetzt. Wir stellen ihn hier im Downloadbereich zur Verfügung.

In der englischen Originalversion ist der Artikel hier zu lesen.

IMAGO INTERNATIONAL AWARDS THE NOMINEES 2020

BVK , 20.02.2020


Nachdem die einzelnen Mitgliederverbände der IMAGO aus dem Schaffen ihrer Mitglieder preiswürdige Filme ausgewählt und bei der IMAGO eingereicht hatten (Wir berichteten darüber), tagte nun die eigentliche IMAGO-Jury und wählte aus den eingereichten Filmwerken eine Shortlist für den International IMAGO Award aus. Aus der Shortlist werden dann die Preisträger in den Kategorien "Feature Films", "TV Drama", "Documentary", "Young Emerging Cinematographer" und "Student Cinematography" ermittelt. Der International IMAGO Award wird am 14. März 2020 in Brüssel vergeben. Hier die nomierten Kinematografen



ARRI verlagert Firmenzentrale in die Münchner Parkstadt Schwabing

BVK , 20.02.2020

- ARRI verlagert Firmenzentrale in die Münchner Parkstadt Schwabing
- Am Gründungsstandort bleiben ARRI Media, ARRI Medical, die ASTOR Film Lounge im ARRI und weitere bisherige Mieter
- Münchner Stadtmuseum, Münchner Verlagsgruppe und Mitarbeiter des Tropeninstituts ziehen aufs ARRI-Gelände in der Türkenstraße


1917 wurde ARRI von den filmbegeisterten Teenagern August Arnold und Robert Richter in einem ehemaligen Schuhmacherladen in der Münchner Türkenstraße gegründet. Seitdem war der geschichtsträchtige Standort für mehr als ein Jahrhundert zentraler Dreh- und Angelpunkt für das weltweit tätige Filmtechnikunternehmen. Nun werden die Firmenzentrale und der Geschäftsbereich Camera Systems in ein neues, exakt auf die künftigen Bedürfnisse von ARRI zugeschnittenes Gebäude in der Parkstadt Schwabing verlagert. Das sogenannte ARRIAL in der Herbert-Bayer-Straße 10 wird nach Abschluss des Umzugs im Mai 2020 offiziell eröffnet.

Das traditionsreiche ARRI-Gelände in der Türkenstraße wird auch in Zukunft als Medienstandort genutzt, erklärt Markus Zeiler, Vorstand von ARRI. Am Gründungsstandort bleiben der für Postproduktion zuständige Geschäftsbereich ARRI Media, die Medizintechniksparte ARRI Medical sowie die nach dem Umbau Ende 2018 neu eröffnete ASTOR Film Lounge im ARRI mit drei Kinosälen. Weiterhin präsent auf dem ARRI-Gelände, das Gebäudeteile in der Türken-, in der Ramberg- und in der Adalbertstraße umfasst, sind die anderen bisherigen privaten und gewerblichen Mieter, darunter Filmproduktionsfirmen.

Die Nachnutzung der freigewordenen Räumlichkeiten mit rund 10.000 Quadratmetern Mietfläche ist bereits geregelt. Wir freuen uns, das Münchner Stadtmuseum, die Münchner Verlagsgruppe sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Tropeninstituts als neue Nachbarn begrüßen zu dürfen, betont Markus Zeiler.


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Erinnerung an Joseph Vilsmaier BVK

BVK , 13.02.2020


Joseph Vilsmaier (1939 - 2020)

Am 11. Februar 2020 ist unser Kollege, der Kameramann, Regisseur und Produzent Joseph Vilsmaier, im Alter von 81 Jahren zuhause im Kreise seiner Töchter friedlich verstorben.

Joseph Vilsmaier war dem BVK seit 1982 als Mitglied verbunden und hat auch als Regisseur und Produzent immer auf sein Selbstverständnis als Kameramann verwiesen. Als gleichermaßen musisch, organisatorisch und visuell Begabter konnte er im Lauf seines Lebens viele seiner künstlerischen Vorstellungen durch umfassendes und beherztes Herangehen an seine Projekte umsetzen.

Geboren wurde Joseph Vilsmaier am 24. Januar 1939 in München, wo er auch einen Großteil seiner Kindheit verbrachte. Zunächst absolvierte er in der Kameratechnik bei ARRI eine Ausbildung und studierte daneben Klavier am Münchner Konservatorium. 1961 wurde er als Kameraassistent bei der Bavaria Film angestellt und erlernte somit die technischen Zusammenhänge von der Pieke auf.

Ein Jahrzehnt später gestaltete er als verantwortlicher Kameramann ab 1972 Fernsehfilme, u.a. den Tatort "Doppelspiel" (1984) und "Rosinenbomber" (1987). Seine Produktionsfirma Perathon Film gründete Vilsmaier 1988 und realisierte mit ihr seinen ersten Spielfilm als Kameramann und Regisseur in Personalunion. "Herbstmilch" war ein Riesenerfolg im deutschen Kino und hatte eine besondere filmerzählerische Dichte. Diese erste Regiearbeit wurde mit zahlreichen Filmpreisen ausgezeichnet und hatte über zwei Millionen Kinobesucher.

Es folgten die Filme "Rama Dama" (1990), das Anti-Kriegs-Epos "Stalingrad" (1992) und "Charlie & Louise - Das doppelte Lottchen" (1993). Sepp Vilsmaier übernahm bei vielen seiner Filme neben der Regie auch die Bildgestaltung als Kameramann. Seine Filme "Schlafes Bruder" (1995) und "Comedian Harmonists" (1997) brachten ihm internationale Anerkennung. Es folgten zahlreiche weitere Filme, wie "Marlene" (2000), "Leo und Claire" (2001) und "Bergkristall" (2004).

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HDR-Symposium anlässlich der Mitgliederversammung des BVK in München

BVK , 30.01.2020


HDR-Symposium, überraschend Bilder, rege Diskussionen (Foto Lusznat, BVK)


Im Rahmen der Mitgliederversammlung des BVK fand ein von der "HDR-Task-Force" durchgeführtes Symposium zum Thema HDR statt. Die "HDR-Task-Force" sind die BVK-Mitglieder: Jan Fröhlich , Stefan Grandinetti, Friederike Heß, Felix Hüsken, Dirk Meier, Markus Schott, Thomas Ch. Weber und Tobias Widmer. Detailreich wurde erklärt, was eigentlich HDR in der Praxis bedeutet und welche Konsequenzen die Technik in der Bildgestaltung hat. Anhand von Filmbeispielen, die auf HDR-Monitoren eindrucksvoll vorgeführt wurden, konnte man sehen, auf was man achten muss, wenn ein Film auch nachträglich für HDR gegradet wird.



Ein Mitarbeiter unseres Fördermitgliedes Canon stellte im Rahmen der Veranstaltung auch die vielen Features ihres neu herausgebrachten 31" 4K HDR Referenz Videomonitor Canon DP-V3120 vor und stand den Kolleginnen und Kollegen lange den Fragen zur Verfügung.



Den Vortrag stellt die "HDR-Task-Force" im Servicebereich der Webseite zur Verfügung: HDR-Symposium

An dieser Stelle möchten wir uns bei den Organisatoren und Referenten des Symposiums ganz herzlich für ihre große Leistung bedanken.



Kontakt mit den Kollegen der Task-Force: HDR-Task-Force





Hajo Schmidle 1937 - 2020

BVK , 23.01.2020


Hajo Schmidle 1937 - 2020


Dankbare Erinnerung an Hans Joachim Schmidle



Ein jahrzehntelanger Weggefährte hat uns verlassen - ein vertrautes Gesicht unserer Branche fehlt: Hans Joachim Hajo Schmidle ist am 12. Januar 2020 in München verstorben.



Er war ein Urgestein der Filmbranche und der Grandseigneur der deutschen Filmrentalhäuser. Hajo Schmidle, geboren in Berlin am 2. März 1937, kannte Jeder, der hierzulande ernsthaft etwas mit Filmemachen oder Fernseh-Produzieren zu tun hatte. Nach einigen Jahren als festangestellter Kameraassistent und beim Bayerischen Rundfunk, als Kamera-Schwenker (heute: Operator) in der Bavaria und als freier Kameramann baute Hajo Schmidle aus allerkleinsten Anfängen im Keller des Hauses in Grünwald ein heute weltbekanntes Rentalhaus auf. Dabei wurde er von seiner Frau Margarete, die er bei der Bavaria kennengelernt hatte, und von einem wachsenden Stamm hervorragender Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer tatkräftig unterstützt. Auch die beiden Söhne Oliver und Markus wuchsen von kleinauf in die Firma hinein. Margarete Schmidle und die beiden heutigen Firmeninhaber haben Hajo bis zu seinem Abschied liebevoll begleitet.



Für die Jüngeren, den Nachwuchs und die Filmstudenten hatte Hajo Schmidle immer ein offenes Ohr - und ein geradezu wunderbares Equipmentlager! Wie viele Nachwuchsprojekte sind nur dank seiner großzügigen Unterstützung möglich geworden - und wie vielen Kameraanfängern hat er mit Equipment aus seinem Lagerbestand auf die Füße geholfen!



Wir haben einen großartigen Mäzen unserer Branche verloren, einen klugen und weitsichigen Firmeninhaber der alten Schule, der selbst noch wußte, was harte körperliche Arbeit ist, aber auch vorausschauend einen soliden Mitarbeiterstamm aufgebaut hat. Hajo Schmidle war im besten Sinne nicht nur der Filmbegeisterte und der Kaufmann, sondern ein Mensch - aus solidem Berliner Holz geschnitzt. Abgehobenheit, Hochnäsigkeit oder falsche Versprechungen waren ihm zuwider. Ehrlichkeit und Bodenhaftung hat er vorgelebt - und an seine Kinder und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in München und Berlin weitergegeben. Immer wußte man in der Branche: Wer zu Schmidle geht, wird ernstgenommen und bestens bedient. Im Konzert der Rentalhäuser hat sich die Firma FGV Schmidle einen glänzenden Namen erworben.

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Mitgliederversammlung BVK 2020 in München

BVK , 23.01.2020

BVK MIT NEUEM VORSTAND
Berufsverband Kinematografie begrüßt kreative Möglichkeiten durch HDR


Die gut besuchte Mitgliederversammlung des BVK hat am 19. Januar 2020 in München einen neuen Vorstand gewählt - und auch einen neuen Präsidenten. Mit Julia Schlingmann, Martin Bethge, Alexander Böhle, Thomas Gottschalk, Johannes Kirchlechner, Markus Schott und Markus Stoffel hat sich der Vorstand solide aufgestellt. Als Präsident nach Johannes Kirchlechner (München), dem die Versammlung mit minutenlangem stehendem Applaus für seine exzellente und erfolgreiche Amtsführung dankte, fungiert Markus Schott (Köln). In den letzten Jahren konnte der BVK mit mehreren Verwertern gemeinsame Vergütungsregeln (GVR) abschließen, wodurch mehrere Millionen Euro über Nutzungserlösbeteiligungen an Kameraleute ausgereicht wurden. Johannes Kirchlechner bleibt nach seiner Wiederwahl als Vorstand im Gremium, was im Sinne der Wissensweitergabe an die neu gewählten Vorstände hilfreich ist. Alle Vorstände wurden mit dreistelligem Stimmergebnis gewählt. Von den gut 500 Stimmberechtigten im BVK waren über 40% persönlich anwesend oder wirksam vertreten.

Der neu Vorstand des BVK: v.l. Thomas Gottschalk, Markus Schott (Präsident), Markus Stoffel, Julia Schlingmann, Johannes Kirchlechner, Martin Bethge, Alexander Böhle


Johannes Kirchlechner (r) übergab den Stafettenstab des Präsidenten an Markus Schott
Foto: © H.A.Lusznat, BVK


Das Thema HDR (High Dynamic Range) mit kontrastintensiven, eindrucksvollen Bildern beschäftigte die BVK-Mitglieder und einige externe Spezialisten aus dem In- und Ausland bei einem HDR-Symposium. Nach einer fundierten technischen Einführung wurde in Bildbeispielen gezeigt, was HDR leistet - und wo es Probleme gibt. Die fast vierstündige Diskussion über die kreativen Möglichkeiten und Risiken von HDR konnte durch den Dialog der im BVK vertretenen Bildgestalter*innen mit den ebenfalls im Berufsverband organisierten Coloristen auf hohem fachlichen Niveau geführt werden. Dabei wurde deutlich, daß bei extremem Einsatz von HDR überhelle Spitzen - auf die der Zuschauer automatisch focussiert - unangenehm sind, und man HDR in der Bildgestaltung künstlerisch verantwortungsvoll einsetzen muß. Die adäquate Verwendung der neuen Möglichkeiten im Sinne des filmerzählerischen Flusses ist unabdingbar. Dazu müssen sich Redaktion, Produktion, Regie und Bildgestaltung abstimmen, wobei die Kameraleute unbedingt beim zusätzlich erforderlichen HDR-Grading der von ihnen geschaffenen Bilder mitwirken müssen.

Änderung bei den Verpflegungsmehraufwendungen (Spesen) ab 01.01.2020

Markus Stoffel , 17.01.2020

"Die Pauschalen für Verpflegungsmehraufwendungen werden von 24 auf 28 Euro (für jeden Kalendertag, an dem der Steuerpflichtige 24 Stunden auf Grund einer beruflichen Tätigkeit von seiner Wohnung und ersten Tätigkeitsstätte oder Betriebsstätte abwesend ist) und von 12 Euro auf 14 Euro (bei Abwesenheit von mehr als 8 Stunden von der Wohnung und ersten Tätigkeitsstätte oder Betriebsstätte sowie für den An- oder Abreisetag einer mehrtägigen auswärtigen beruflichen Tätigkeit mit Übernachtung außerhalb der Wohnung) angehoben."



Schreiben des BMFi



Haufe Artikel

2020 IMAGO International HONORARY MEMBERS AWARD für Astrid Heubrandtner AAC

BVK , 16.01.2020

Der IMAGO International HONORARY MEMBERS AWARD für das Jahr 2020 geht an die österreichische Kinematografin Astrid Heubrandtner, AAC


Astrid Heubrandtner, AAC


After studying art history and theatre science at the University of Vienna, Astrid Heubrandtner AAC transferred to the College for Photography followed up with one year in Paris working with and alongside professional photographers. She then studied Cinematography and Production at the University for Music and Performing Arts, Vienna.



At the same time she was working as an electrician, 2nd camera assistant and focus puller and operator on various film projects in order to gain a broader experience on film sets.



A couple of years after graduation she began her PhD study and received her doctorate degree cum laude in 2004: Interdisciplinary studies at the University Vienna together with the University of Music and Performing Arts Vienna (doctoral thesis: David Lynch and his pictorial language in his paintings and features)



Since 1998 Astrid has worked as a freelance cinematographer/DOP on more than 30 documentaries and feature films but also with various artists on experimental/ avant-garde films and presentations for exhibitions. Her list of works includes Marhaba Cousine and My house stood in Sulukule, two documentaries which she also directed.



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cinec 2020 - Save the date

BVK , 16.01.2020



cinec Internationale Fachmesse für Cine Equipment und Technologie

Die cinec ist internationaler Treffpunkt für Entscheidungsträger und Experten in der Welt des Bewegtbildes für Film, TV und Video.

Global agierende Marktführer präsentieren ihre Produkte und Lösungen ebenso wie dynamische lokale Unternehmen, der cineCongress bietet Einblicke in komplexe Herausforderungen, Trends und neue Geschäftsfelder, mit den cinecAwards werden herausragende innovative Entwicklungen ausgezeichnet.

Branchenakteure profitieren von einer hochprofessionellen Produktschau mit Kameras, Kamerasupport, Optiken, Lichttechnik, Sound, Postproduktion, Animation und Visual Effects, Stereo 3D, VR / MR / AR, 360 Imaging, Speicherlösungen und Datensicherheit, Dienstleistungen und wissenschaftlichen Forschungsergebnissen auf dem Gebiet der Technologien bewegter Bilder.

Der BVK wird während der Messe mit einem eigenen Stand vertreten sein und interssierten Besuchern mit Informationen zur Verfügung stehen, sowie eigene Veranstaltungen anbieten.

Weiter Informationen unter cinec 2020

Neuer Personengruppenschlüssel in der Sozialversicherung ab 01.01.2020

Martin Bethge , 27.12.2019

Eine wichtige Information für all diejenigen Kollegen, die überwiegend längerfristige bei Serien oder Spiel- und Fernsehfilmen tätig sind (PGRS 101) und die eventuelle Freiräume dazwischen mit kurzen Engagements in der Werbung oder tageweisen Zusatz füllen.



Bisher wurden diese kurzen Beschäftigungen als unständig Beschäftigter in der Sozialversicherung gewertet (PGRS 118), mit dem Nachteil, daß keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung abgeführt wurden (BERUFSMÄSSIG unständig Beschäftigte sind in der Arbeitslosenversicherung beitragsfrei) und man demzufolge diese Tage nicht angerechnet bekam.



Dieser Nachteil soll nun durch die neueingeführte Gruppe der NICHT BERUFSMÄSSIG unständig Beschäftigten (PGRS 117) beseitigt werden. In dieser Eingruppierung kann man kurze Beschäftigungen versicherungspflichtig auch in der Arbeitslosenversicherung leisten und damit die Tage für Anspruch auf Arbeitslosengeld erhöhen



Nach welchen Kriterien die neue Gruppe beurteilt wird und wie das genaue Procedere für die jeweilige Lohnbuchhaltung und die Krankenkasse ist, kann man zum jetzigen Zeitpunkt nicht verbindlich sagen, ist aber sicher durch den einzelnen Versicherten bei seiner zuständigen Krankenkasse abzufragen.





Korrekte Erfassung der Arbeitszeit wird obligatorisch!

BVK , 15.05.2019

Der Europäische Gerichtshof hat am 14. Mai 2019 entschieden, dass in allen Mitgliedsstaaten der EU die korrekte Erfassung der tatsächlichen Arbeitszeiten durch entsprechende Anpassung des nationalen Rechts gewährleistet werden muss. Auch für die deutsche Praxis werden sich Änderungen ergeben.



Wir kennen aus unserer Branche (freie Filmwirtschaft) verschiedene Beispiele der Umgehung einheitlicher und umfassender Dokumentation von Arbeitszeit - etwa was Fahr-/Shuttlezeiten, Vorbereitungszeiten, Arbeitszeit nach Drehende (wie weitere Motivbesichtigung oder Regiebesprechung, etc.) oder Abwicklungszeiten angeht. Derartige Arbeitszeiten werden weder systematisch und genau erfasst, noch zeitgenau vergütet. Zweifellos muss für derartige Zeiten ein praktikables und nachvollziehbares Mess-System entwickelt werden - inakzeptabel ist eine willkürliche Vergütung oder Nicht-Vergütung nach Gutsfrauenart.



Wir alle wissen: bei Film & TV gibt es regelmäßig mehrere abweichende Zeitnachweise. Was Filmschaffende in die Stundenzettel eintragen, wird häufig produktions-seitig und anders erfasst bzw. abgerechnet. Auch die Verschiebung arbeitszeitrechtlich unhaltbarer tatsächlicher Zeiten, um sie "passend" zu machen, kommt vor.

Darüberhinaus wird im Falle von Unfällen im Einzelfall nochmals "nachkorrigiert", um bösen Folgen von überlangen Arbeitszeiten aus dem Weg zu gehen. Kurzum: die Zeiten werden manipuliert, wie man es gerade braucht. Diese Praxis sollte nach dem Urteil des EuGH und dessen Umsetzung in nationales Recht deutlich schwieriger werden.



Der BVK begrüßt die Verpflichtung zu objektiver Zeiterfassung und konsequenter Vergütung gearbeiteter Zeiten, egal ob am Set, in der Vorbereitung, in der Abwicklung oder Postproduktion. Es kann nicht angehen, dass Filmschaffende für Drehzeiten möglichst flach und pauschal vergütet werden sollen, man aber weitere projektwichtige, individuelle Zusatzarbeiten als Dreingabe gratis erwartet.



Nachfolgend zwei Links zum EuGH-Urteil:

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BVK-Empfehlung wg. Datenerhebung und -speicherung: Vertragsergänzung Kinematografie & Standfotografie

BVK , 28.03.2019

Aufgrund der schärferen rechtlichen Bewertung von Datenerhebung/Datenspeicherung auch im audiovisuellen Bereich, empfiehlt der BVK allen DoP, Kameramännern und -frauen, Operator/Steadicam-OP, aber auch Standfotograf*inn*en sich über eine Vertragsklausel rechtlich abzusichern. Hier ist eine Empfehlung.

A1 - Bescheinigung nach dem Entsendegesetz

BVK , 11.03.2019

Seit einiger Zeit wird im EU-Ausland verstärkt kontrolliert, ob Menschen, die im Ausland arbeiten, die sogenannte A1 Bescheinigung vorweisen können. Diese Bescheinigung weist nach, dass die betreffende Person in ihrem Heimatland sozialversichert ist. Sollte die Person die Bescheinigung nicht nachweisen können, drohen saftige Strafen oder gar sofortige Ausweisung. Die Pflicht für diese Bescheinigung gibt es bereits seit 2010, es wurde aber bisher garnicht oder kaum kontrolliert.



"Entsendung: Doppelte Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen vermeiden



Das Entsendeformular A1 bescheinigt, welches Sozialsystem für einen Versicherten zuständig ist. So wird vermieden, dass bei einer Entsendung Sozialversicherungsbeiträge gleichzeitig in zwei EU-Staaten fällig werden. Das Dokument ist wichtig für Entsendete und Selbständige, die nur eine kurze Zeit im EU-Ausland arbeiten. Selbst bei kurzen Dienstreisen ins Ausland ist die Entsendebescheinigung A1 erforderlich..."
(Merkblatt Krankenkassen Deutschland)



Seit 01.01.2019 ist die elektronische Beantragung verpflichtend und muss vom Arbeitgeber bzw. vom Selbständigen (i.S. der sog. "Selbstentsendung") rechtzeitig beantragt werden.



Seit dem 1. Juli 2019 ist eine wichtige Übergangsfrist entfallen: Arbeitgeber können A1-Bescheinigungen jetzt ausschließlich elektronisch beantragen. Das Ausweichen auf Papieranträge ist nicht mehr möglich.



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Pressemitteilung des BVK zum "Boot-Urteil" des OLG Stuttgart

BVK , 27.09.2018

Nach dem OLG München hat nunmehr auch das OLG Stuttgart ein Urteil zur angemessenen Beteiligung des Bildgestalters Jost Vacano an den Erträgen und sonstigen Vorteilen aus der Nutzung seines Werkbeitrags zum Welterfolg "Das Boot" gesprochen. Der Film ist der bekannteste deutscher Film nach dem II. Weltkrieg und hat international Unsummen eingespielt. Weil die öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland seit 2002 unter Verstoß gegen geltendes Urheberrecht bildgestaltende Kameraleute nicht angemessen beteiligen, kommt den Urteilen der Oberlandesgerichte eine wegweisende Bedeutung zu. Der BVK begrüßt diese Entwicklung und gratuliert seinem Gründungsmitglied Jost Vacano zu diesem wichtigen Etappensiegen auf dem Weg zu einer angemessenen Beteiligung.



Und hier ist die Pressemitteilung in Wortlaut.

Mediengruppe RTL schließt mit BVK Gemeinsame Vergütungsregeln ab

BVK , 16.01.2018

Der Berufsverband Kinematografie und die Mediengruppe RTL Deutschland haben Gemeinsame Vergütungsregeln für den Bereich "Primetime Fiction" mit Rückwirkung bis 2002 für bildgestaltende Kameraleute / DoP abgeschlossen.

Hierzu hat der Verband eine Pressemitteilung herausgegeben.



Der Volltext der GVR findet sich hier.



Damit hat der BVK nach der GVR Kino und der GVR BVK / ProSiebenSat.1 nunmehr eine dritte Gemeinsame Vergütungsregel für Kinematografen / DoP realisiert.



B V K - Berufsverband vereinbart Konditionen

Bundessozialgericht entscheidet zu "Kameraleuten"

BVK , 24.08.2017

Ein für unseren Berufsstand relevantes höchstrichterliches Urteil des Bundessozialgerichtes (BSG) soll Euch nicht vorenthalten werden, da es als Argumentationshilfe auch bei Vertragsverhandlungen hilfreich sein kann. Bei Rückfragen hierzu bitte die Geschäftsstelle des BVK kontaktieren.



Urteil des Bundessozialgerichtes vom 29.11.2016, Az.: B 3 KS 2/15 R Kameraleute



Das Bundessozialgericht (nachfolgend: BSG) hatte über die Künstlereigenschaft von Kameraleuten zu entscheiden.



Die Klägerin war ein Unternehmen, das sowohl Film- und Videoproduktionen herstellt als auch mit tagesaktueller Berichterstattung für öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten befasst ist. In beiden unternehmerischen Bereichen setzt die Klägerin selbständige Kameraleute ein.



Die an Kameraleute gezahlten Entgelte hatte die DRV im Rahmen einer Betriebsprüfung in die Bemessungsgrundlage für die Künstlersozialabgabe einbezogen. Dagegen hatte die Firma geklagt.



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Pensionskasse Rundfunk - FAQ für Rechnungssteller

BVK , 24.07.2017

Rechnungssteller, die für Produktionen und Sender tätig sind, welche Mitglied der Pensionskasse Rundfunk sind, haben das Recht auf ihrer Rechnung an den Auftraggeber den Pensionskassenbeitrag geltend zu machen. Hierbei wird der Anstaltsanteil (7% bei Nichtmitgliedern der KSK, 4% bei KSK-Mitgliedern) sowie der Eigenanteil (7% bei Nichtmitgliedern der KSK, 4% oder 7% (optional)bei KSK-Mitgliedern)



Wir haben unter FAQ Pensionskasse Rundfunk / Rechnungssteller im Downloadbereich ein PDF bereitgestellt, in dem an Hand von Rechenbeispielen die Sache erläutert wird.



Bei Fragen bitte sich direkt an die Pensionskasse Rundfunk (PKR) wenden. Nicht an den BVK!

Mitgliedsbescheinigung selbst erstellen

BVK , 11.07.2017

Unser Webmaster Uli Schmidt hat jetzt eine Möglichkeit eingerichtet, dass sich Mitglieder eine Mitgliedsbescheinigung selber herunterladen können. Diese Bescheinigung ist allerdings keine Beitragsbescheinigung für das Finanzamt und kein Nachweis zum Beantragen eines Presseausweises. Die Beitragsbestätigungen für das Finanzamt werden - wie gehabt - jeweils bis Ende Februar eines jeden Jahres per Post an die Mitglieder verschickt. Die Bescheinigung für den Presseausweis wird auf Anfrage und nach Prüfung vom Büro ausgestellt und zugeschickt. Die Mitgliedsbescheinigung, die selbst erstellt werden kann, dient also zum Nachweis der Mitgliedschaft im Fachverband, durch die es bei zahlreichen Unternehmen/Veranstaltern/Anbietern Vergünstigungen gibt, z.B. Anbieter von Weiterbildung, Symposien, Fotofachgeschäfte etc.



Um die Bescheinigung runterzuladen geht man folgendermaßen vor:



Als Mitglied einloggen ---> "MY BVK" anklicken ---> in der rechten Spalte bei "Einstellungen" auf "Mitgliedsbescheinigung" klicken.

Abtretung an den BVK aus Bild-Kunst Ausschüttungen

BVK , 30.01.2017

Bereits auf der Mitgliederversammlung 2003 wurde beschlossen, dass ausschüttungsberechtigte Mitglieder dem BVK 20% (jedoch nicht mehr als 300,00 ) ihrer jährlichen Ansprüche aus Kameraarbeit bei der VG Bild-Kunst an den BVK abtreten sollten, um es mit diesem Beitrag dem Verband zu ermöglichen, auch in finanziell schwierigen Zeiten die berufspolitischen Ziele des BVK weiterverfolgen zu können.



Der Bundesverband Regie (BVR) verfährt bereits deutlich länger in dieser Weise, wobei die Abtretung hier verpflichtend ist. Der BVK setzt die Abtretung anonym und freiwillig um.



* Der an den BVK abgetretene Beitrag beträgt 20% der Ausschüttung, aber maximal 300,00 ! Mehr kann pro Jahr nicht abgezogen werden.



* Bitte die Abtretung nur veranlassen, wenn es individuell wirtschaftlich möglich ist!



* Die Abtretung und auch evtl. deren Widerruf bitte nur an die VG Bild-Kunst schicken!



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GVR Kino des BVK wird genutzt

BVK , 20.10.2016

Ihr Lieben,

die im März 2013 in Kraft getretene GVR Kino (Gemeinsame Vergütungsregel Kinofilm) des BVK, welche mit der bedeutendsten deutschen Kinofilmproduktion CONSTANTIN Film Produktion GmbH abgeschlossen wurde, ist mittlerweile in zahlreiche Verträge mit DoP (auch solchen, die nicht Mitglied im BVK sind - warum auch immer...) implementiert worden. Dabei handelt es sich vielfach auch um solche Produktionsfirmen, die nicht der CONSTANTIN-Gruppe angehören, was besonders erfreulich ist, da sich hier die u.a. vom namhaften Urheberrechtler Prof. Dr. Schwarz betonte Wirkung der GVR über die eigentlichen Vertragspartner hinaus bewahrheitet - im Sinne einer für die ganze Branche anzunehmenden "unwiderleglichen Vermutung der Angemessenheit".

Anhand der Verträge werden DoP-Kollegen an den zukünftig evtl. entstehenden Erträgen nach den Modalitäten der GVR des BVK mit der Constantin Film beteiligt. Das kann im Extremfall/Einzelfall sehr viel Geld sein.

Wie immer gilt: Wer Beratung in diesen Fragen wünscht, wendet sich zunächst an die Geschäftsführung des BVK. Hier gibt es individuellen Rat und Begleitung - auch und gerade in Untiefen oder Zweifelssituationen - und ggf. die Vermittlung zu urheberrechtlicher anwaltlicher Beratung (der dann individuell zu vergüten ist).

Weiterführende Informationen über die GVR des BVK und wie diese in Verträge implementiert werden können, gibt es hier in einer Zusammenfassung.


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GVR des BVK mit ProSiebenSat.1

BVK , 17.08.2016

Berufsverband Kinematografie vereinbart Gemeinsame Vergütungsregeln mit ProSiebenSat.1 TV Deutschland



Unterföhring, 17. August 2016

Zügige und konstruktive Gespräche: Der Berufsverband Kinematografie e.V. (BVK) hat sich mit der ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH auf Gemeinsame Vergütungsregeln (GVR) gemäß 36 Urheberrechtsgesetz verständigt. Damit haben der Berufsverband der freischaffenden, bildgestaltenden Kameraleute und die Sendergruppe eine kollektivvertragliche Regelung nach dem Urhebervertragsrecht erzielt. Sie gilt für alle Sender der ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH, die sich damit nach den Vereinbarungen mit dem VDD, dem BFFS und BVR erneut nachhaltig zu ihrer Branchenverantwortung bekennt.



Zum ersten Mal erhalten freischaffende, bildgestaltende Kameraleute von einem privaten Sender ab einer bestimmten Zuschauerreichweite eine Erfolgsbeteiligung dazu zählen auch Internetklicks und DVDs/BluRays. Eine Beteiligung an Vertriebserlösen wurde ebenfalls vereinbart.



Dr. Michael Neubauer, Geschäftsführer des BVK: In vier Verhandlungsrunden haben wir auf der Basis bereits bestehender GVR auch für die Kinematografen eine Lösung gefunden. Möglich war das, weil sich ProSiebenSat.1 gegenüber dem BVK offen und fair verhalten hat. Ausgerechnet eine Sendergruppe, die ohne fließende Gebühren jeden Euro am Markt verdienen muss, ist uns in den Verhandlungen konstruktiv entgegengekommen. Die Rückwirkung bis 2002 setzt gute Maßstäbe, an denen sich öffentlich-rechtliche Sender messen lassen müssen. Mit 40 bis 50 Prozent der Beteiligung von Autoren / Regisseuren wird auch der Bedeutung der Kinematografie Rechnung getragen. Die besonderen Bedingungen, unter denen Privatsender arbeiten, wurden strukturell berücksichtigt.



Stefan Thul, EVP Production Management & stv. kaufmännischer Geschäftsführer der ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH: Der Weg bis zur Einigung war sehr konstruktiv. Ich freue mich, dass wir uns so zügig auf gemeinsame Vergütungsregeln verständigen konnten. Auf beiden Seiten stand bei den Verhandlungen der Wille zu einer sinnvollen Einigung im Vordergrund. Das Ergebnis: ein erfolgreicher und tragbarer Abschluss, mit dem unsere Sendergruppe erneut nachhaltig ihre Verantwortung innerhalb der Branche wahrnimmt.

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Neue interessante Versicherungsmöglichkeiten

BVK , 30.07.2015

Um BVK-Mitgliedern adäquate Versicherungsmöglichkeiten in den Bereichen Berufs-/Betriebshaftpflicht, Privathaftpflicht und Berufsunfähigkeit/Existenzschutz zu bieten, möchten wir Euch nach einiger Recherche neue Angebote vorstellen. Der BVK vermittelt selbst keine Versicherungen, man wende sich bei Interesse direkt an den Anbieter.



Wer sich als Mitglied einloggt, kann im Bereich AKTUELLES unter dem Stichwort "Versicherung" weitere Informationen finden.